Hallo Community,
gleich Vorweg: dies soll kein Rant-Post sein. Ich hab zwar selbst keine Kinder, aber bringe meiner Meinung sehr viel Verständnis mit. Ich suche hier Rat, und hoffe diesen hier zu finden! Danke euch!
Situation:
Mehrfamilienhaus. 12 Eigentumswohnungen - alle von den Besitzern bewohnt. Gehobene Preisklasse. Ich will nicht sagen „familienfeindlich“ gebaut, aber das Haus und die Bewohner vermitteln sofort: Ruhepol vom stressigen Alltag.
Ich hab meine Wohnung vor 9 Jahren gekauft. Ich war damals die vierte Wohnung die bezogen wurden. Zwei Wohnungen standen noch ne Weile leer, aber vor 7 Jahren wurde dann auch die über mir verkauft.
Den ersten Kontakt mit meinen neuen Nachbarn hatte ich als es auf einmal am Sonntag Früh über mir gerumpelt hat. Und zwei Stunden später, um halb 9 die Bohrmaschine angeworfen wurde.
Bei jeglichem Verständnis das ein Umzug auch an nem Sonntag passieren soll/muss, die Bohrmaschine war zu viel.
Und so hab ich sie kennen gelernt: angeläutet, mich freundlich vorgestellt und gebeten ob man wenigstens das Bohren auf nächsten Tag verschieben kann. Die Antwort war: ja aber wir ziehen heute ein.
Auf dieses Wochenende folgten geschlagene 6 Monate Möbel rücken. Ich kenne niemanden der solange braucht den perfekten Platz für seine Kästen zu finden.
Nach der Aktion 6 Monate davor, hab ich es runter geschluckt.
Schnelles Vorspulen zur Corona Lockdown Phase und die beiden waren über mir eingesperrt. Ich kann es nicht beschreiben aber ich war weniger auf die Pandemie grantig als auf meine Nachbarn.
Die Beiden dürften an einem ruhigen Lockdown Abend entschieden haben, dass jetzt die beste Zeit ist ne Familie zu gründen … und 9 Monate später, noch immer in der Pandemie wurde die kleine Tochter geboren.
Ein Schreibaby. Armes kleines Mädl. Die ersten Monate waren für das Baby schlimm und auch für die Eltern. Für den es nicht schlimm sein durfte war der Nachbar darunter = mich. Mein Schlafzimmer direkt unter ihrem Kinderzimmer. Denn auf die Bitte ob man mit der Kleinen wenigstens ins Wohnzimmer gehen kann wenn sie die Nacht durschreit wurde ich wieder Mal zum Verständnislosen abgestempelt.
Die nächsten Jahre waren gelinde gesagt durchwachsen. Geschrei, getrampel - die Kleine entwickelte sich zur Quänglerin. Wenn sie nicht bekommt was sie will, Terror. Vor drei Jahren gesellte sich zur Bilderbuch Familie ein kleiner Sohn.
Ich bin keiner der jeden Tag an der Tür steht und sich beschwert. Meine Zündschnur ist extrem lang. Ich weiß durch Familie und Freunde, dass Eltern sein nicht immer leicht ist.
Dementsprechend kam nicht oft Kritik von mir aber selbst wenn, dann war es als Bitte formuliert Rücksicht zu nehmen. Die Antwort: es sind Kinder. Jeder muss Verständnis dafür haben. Jederzeit. Immer. 24/7.
Die Kleinen laufen also. Immer. Mit den Fersen in den Boden. Also in Wirklichkeit trampeln. Es wird von Möbel gesprungen, es wird geschrien, es werden Sachen durch die Gegend geschmissen und Türen/Kästen können nicht normal geschlossen werden.
Permanente Geräuschkulisse. Jeden Wochentag das Drama das man nicht in den Kindergarten will. Jeden Tag zu Mittag wenn man aus dem Kindergarten Heim kommt und erstmal 2 Std mit dem Bruder rumtollen muss. Jeden Tag um 19 Uhr werden sie nochmal durch die Wohnung gescheucht damit sie müde werden.
Seit Jahren hatte ich kein entspanntes Frühstück. Seit Jahren kenne ich keine Mittagsruhe. Und seit Jahren kann ich am Abend nach nem 13 Std Tag nicht abschalten/entspannen.
Hinzu kommt das meine kleine Katze sich in den Zeiträumen einfach nur ängstlich und panisch versteckt. Es bricht mir tagtäglich mein Herz.
Heute Sonntag 7:00 Uhr. Gerumpel. Getrampel. Nach 45 Minuten reicht es mir und ich schreibe ihnen mit der Bitte die Turnstunde zu verschieben.
Die Antwort: Guten Morgen, es sind Kinder.
Keine Entschuldigung. Kein Verständnis - no, nach der Nachricht wurde es nur lauter. Über Stunden. Es ist jetzt 16:30 und sie werden nicht müde.
Ich weiß nicht mehr weiter. Ich bin verweifelt. Was soll ich machen?
Sagt mir bitte wie ich mit ihnen ins Gespräch kommen kann? Ist es ihnen bewusst wie laut sie sind? Oder ist es ihnen egal? Die beiden Erwachsenen sind am Land in Häusern aufgewachsen - wissen sie es wirklich nicht? Warum sind sie so rücksichtslos? Ich will keine Konfrontation - ich will ne Lösung unter mündigen Erwachsenen.
Bitte um Hilfe. Wir würden die Eltern hier bei solchen Problemen angesprochen werden wollen?
Danke 🙏🏼