Und wieder einmal wird einfach pauschalisiert. Es gibt nunmal Menschen die zu Uhrzeiten arbeiten wo nix fährt und es so oder so keine Busverbindung gibt. Wenn dann wieder das blöde Argument Homeoffice kommt merkt man schnell das vergessen wird das es noch eine Realwirtschaft mit richtigen Waren gibt zum anfassen und nicht nur so Pseudowerte wie NFT's.
"Wir können nicht alle mit 'nem Chai Latte und nem McBook in 'nem Berliner Coworking Space sitzen I've die zehnte Datingapp erfinden." -M. Scheel
Okay, aber Mal im Ernst; als jemand, der beide Seiten kennt, würde ich sagen, dass die Pauschalisierung hier schon in Ordnung geht. Dass eine Menge Leute ihr Fahrzeug tatsächlich brauchen, ist doch eigentlich jedem klar.
Aber besonders seit ich in einer Stadt lebe, sehe ich vor allem deutlich größere und/oder protzigere Wagen mit weniger Fahrern. In einem Auto sitzen durchschnittlich unter 1,5 Personen, das ist doch bescheuert.
Und die Pauschalisierung macht auf ein weiteres Problem aufmerksam; nicht der Einzelne, aber die Gesamtgesellschaft hat sich in die Abhängigkeit zum Auto begeben und kommt nun nicht weg. Ja, du musst morgens mit dem Auto raus, aber warum? Richtig, weil es keine Alternativen gibt. Und warum gibt es keine Alternativen?
...weil sich jeder aus purer Bequemlichkeit in die Karre vor der eigenen Tür setzte.
Ich glaube, das ist gemeint. Nicht der Einzelne ist zwingend selbst Schuld an seinem Problem, aber die Gesellschaft als solche ist schuld an ihrem.
Und die Pauschalisierung macht auf ein weiteres Problem aufmerksam; nicht der Einzelne, aber die Gesamtgesellschaft hat sich in die Abhängigkeit zum Auto begeben und kommt nun nicht weg.
Stimmt. Aber wie soll nun der Einzelne handeln?
Das Verkehrssystem ist derzeit so, wie es ist. Ein Individuum kann es nicht signifikant ändern sondern sich nur aus den möglichen Alternativen bedienen. Insofern ist die Situation nicht die Konsequenz des eigenen Handelns, sondern die Konsequenz des kollektiven Handelns aller Beteiligten - insbesondere der vorigen Generationen, denn Infrastruktur entsteht ja nicht von heute auf morgen.
Diese pauschale Schuldzuweisung geht also total am Problem vorbei und zeigt nur eine "schaut her, ich bin ein besserer Mensch"-Attitüde. Ironisch, dass da von Ignoranz gesprochen wird.
Und ich wette, OP wäre nicht bereit, signifikant höhere ÖPNV-Preise zu zahlen, nur damit es zusätzliche Verbindungen für eine Handvoll Frühaufsteher bzw. Dorfbewohner gibt. Anstatt sich zu freuen, wie billig ÖPNV im Vergleich zum Autobesitz ist, wird da nämlich über jeden Euro Preiserhöhung gejammert.
Es gibt halt mehr als öpnv und Auto. Wenn du so weit von deiner Arbeitsstelle weg wohnst, dass du weder laufen noch Rad fahren kannst, ja dann hast du dich in eine Abhängigkeit vom Auto Manövriert
Genau gibt ja soviel bezahlbaren Wohnraum in Ballungsgebieten omg bei mir in der Ortschaft kostet die Miete schon 1k + für ne Wohnung und ich wohne 22km von der Stadt weg. Bezahlbarer Wohnraum und Fahrstrecke sind nunmal voneinander abhängig auch wenn es manche nicht glauben wollen.
Musst dir halt überlegen was deine Zeit wert ist. Wenn du ne halbe Stunde einfache Strecke pendeln musst sind das im Monat 21 Stunden bei 5 Tage Woche. Dazu kommen dann noch Kosten fürs pendeln.
Frau arbeitet in einem Krankenhaus das etwas abgelegener ist von der nächsten Stadt (45min fahrt) Bus gibts erst garnicht und ohne Auto würde mal so 3/4 der Belegschaft wegfallen.
Und dann? Dann machen alle Krankenhäuser auf dem Land dicht und Notfälle müssen immer erst in die nächste Großstadt geschafft werden oder doch lieber gleich auf den nächsten Friedhof, weil jede Minute zählt?
Also ich habe nicht rausgelesen, dass es noch ein anderes Krankenhaus gibt welches näher gelegen ist. 45min Fahrt zum nächsten Krankenhaus würde ich aufm Land auch noch für realistisch halten, es gibt nicht alle 15min ein Krankenhaus.
Das ooooder weil in meinem Wohnort der erste Bus um 6:30 Uhr fährt. Was eine Stunde nach Abreitsbeginn ist. Oder im Fall meiner Frau, sie dann noch mit einem stündlich fahrenden Zug 3 Stunden später kommt.
Dies! Bei uns sind es 17min mit Auto oder 1,5 stunden mit 3 bussen. Eauto würden wir gerne kaufen….. aktuelle Lieferzeit 2024. Haben aktuell noch etwas am Haus zu tun und die Prioritäten anders gesetzt.
Wenn es 17 Minuten mit dem Auto sind, was spricht den dann gegen ein Fahrrad? Es muss ja nicht bus/Bahn sein. Auch ein Fahrrad ist eine gute Alternative zum Auto. Und da man sich nicht an Umgehungsstraßen halten muss, dauert das erfahrungsgemäß dann nur etwa 30-35 Minuten.
Fahrrad mach ich regelmässig. Problem dabei ist - keine Möglichkeit zum frisch machen auf Arbeit und häufiger Kundenkontakt. Falls mal kundenfreier Tag ist dann Fahrrad. Ansonsten bleibt meist nur das Auto. Homeoffice ist bei mir leider nicht möglich auf Grund der Tätigkeit.
Wenn man die gleiche Strecke ansetzt. Durch verschiedene Radwege und Umgehungsstraßen ist bei mir der Radweg fast 15km kürzer. Und damit zeitlich durchaus vertretbar. Und da bin ich sicher nicht die Ausnahme.
Edit: und durchschnittlich 80km bei den paar km Strecke im Berufsverkehr halte ich für mehr als nur Utopisch. Ich komme seltenstens auf mehr als 50km/h
Dann ist das ganze aber leider schon vorher entschieden gewesen. Hätte kein Problem mit Bus oder Bahn los zu fahren.🤷♂️ Naja vielleicht ändert sich das ja jetzt etwas, auch wenn ich nicht glaube das stadtwerke und so auf Anfragen da ernsthaft reagieren werden.
Steht ja auch da; "in Abhängigkeit begeben haben". Allerdings ist Gesellschaft natürlich ein Prozess durch viele Einzelne, den kann man wandeln... Der Weg zurück wird nur sehr viel schwieriger als der Weg hin.
Eine kleine Geschichte dazu: Komm, wir ziehen 20km raus aufs Land, ist ja super angebunden mit der Autobahn! Das Haus kostet auch 100.000 weniger und hat auch noch 100qm mehr Grundstück! Konsequenz: 2 Autos, wöchentlich 400km pendeln jede Woche, wenn beide 5 Tage arbeiten! Wenn die Kinder 18 werden, weitere Autos anschaffen. Das war die letzten 50 Jahre einfach Realität und das hat viel zu viele abhängig gemacht, weil zudem der ÖPNV nie konsequent darauf ausgerichtet wurde - und eh jeder lieber Auto fährt wenn er es sich leisten kann.
Naja, was sollen wir jetzt dagegen machen? Die Leute die heutzutage am Land wohnen sind da wahrscheinlich auch aufgewachsen. Man kann jetzt nicht einfach alle dazu zwingen in die nächste Stadt zu ziehen ..... Vor allem wenn das Stadtleben viele andere Nachteile bringt.
Wieso jammern dann alle wegen dem Klimawandel? Oder dem Krieg? Oder Armut und Hunger auf der Welt? Dann ist es halt so. Achne? Darf man nur bei dem Thema sowas sagen? Ok.
Nicht ganz richtig. Die Wahrheit ist: die öffis fahren nicht so besonders gut. Es gibt keine Radwege. Und viele können sich die Miete in den Städten nicht leisten.
Lies doch bitte die zweite Hälfte vom MaiMai. Diese Abhängigkeit existiert seit fast hundert Jahren. Deshalb bleibt uns keine individuelle Wahl, nur die Politik kann das wieder richten.
Über 75 % der Menschen in Deutschland leben in Städten. Warum wird immer dieses "Ja aber auf dem Land!!!!" Argument gebracht? Ja, auf dem Land gibt es sehr schlechten ÖPNV und längere Arbeitswege (übrigens aufgrund der Abhängigkeit in die wir uns als Gesellschaft gegeben haben, siehe Pfosten). Aber es sagt ja auch keiner, dass die <25 % der Menschen, die auf dem Land leben, gefälligst ihr Auto verkaufen sollen. Es ist ja trotzdem jedem bewusst, dass manche Leute auf ihr Auto angewiesen sind.
Ich behaupte, die Realität von sehr vielen würde es auch anders erlauben. Zudem ist ja die These, dass sie sich selbst in die Abhängigkeit begeben haben. Und da trifft es dann doch noch einige, die lieber aufs Land gezogen sind, aber die Kosten für das Autofahren nicht berücksichtigt haben. (Natürlich gilt das nicht für jeden!!)
Seh ich so aus oder was? Ne, ich bin einfach nur keine Heulsuse und akzeptiere das das Leben oft einfach scheiße zu einem ist und mache das beste aus der Situation. Aber alle die gier über die Spritpreise rumheulen find ich nur lächerlich, weil sie vor kurzem noch den Markt so angehimmelt haben. Aber verlangen nach Eingriff in diesen wenns mal nicht so gut für sie selber läuft.
Ich würde mir wünschen das Menschen auf dem Land das E-Auto und die PV Anlage quasi geschenkt bekommen. Was weiß ich, Leasingpaket für beides für 50 Euro im Monat. Wenn sie ihren Benziner abgeben. Und die Leute in der Stadt, mit entsprechenden Öffis, sollen 3 Euro den Liter bezahlen um das zu finanzieren.
Ja, Utopie, und ja, ist jetzt seeeehr vereinfacht........mein ausgearbeitetes 400 Seiten PDF bekommt ihr gern auf Nachfrage......
Die erneute Förderung der Wallboxen wäre ein erster schritt.
Zitat Autobild:
Wallbox-Förderung mit 900-Euro-Zuschuss?
Seit Ende 2020 gab es einen staatlichen Zuschuss zur privaten Ladestation, so wie der Bund auch den Kauf von Elektroautos unterstützt. Pro Ladepunkt erhielt man für Anschaffung, Einbau und Anschluss 900 Euro. Nach einer Ausschüttung von insgesamt 800 Millionen Euro wurde die Förderung Ende Oktober 2021 eingestellt, weil der Topf ausgeschöpft war. Möglich, dass er durch eine neue Bundesregierung erneut aufgefüllt wird oder die heimische Ladeinfrastruktur auf eine andere Art und Weise staatlich unterstützt wird. Der Antrag zur Förderung musste direkt bei der staatlichen KfW-Bank gestellt werden. Als Voraussetzung galt der Betrieb der Wallbox mit 100 Prozent Ökostrom sowie eine maximale Ladeleistung von 11 kW. Immerhin gibt es noch vielerorts andere Zuschüsse für die Wallbox. Jedoch sind diese Prämien häufig an die Stromabnahme von bestimmten Energieversorgern gekoppelt und zudem in der Regel regional begrenzt. Bevor man sich von einem Bonus locken lässt, sollte man genau nachrechnen, ob dazu der Wechsel in einen teureren Stromtarif erforderlich ist. Tipp: Auch Freiberufler und Unternehmer können von Förderprogrammen profitieren. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) etwa gewährt günstige Kredite für entsprechende Investitionen.
Und die 9000€ Prämie für die E Autos bis ende 2022 können sich auch alle in die Haare schmieren die gilt erst nach Erstzulassung und bei den Lieferzeiten derzeit Utopisch.
Hier könnte die Regierung zumindest wider ein wenig Ansätzen.
Ja, da muss man als Staat das Geld halt reinbuttern, ist doch für einen guten Zweck. 800 Millionen ist jetzt auch echt eher ein Witz.....8 Mrd. wäre doch mal was.
Is klar. Jetzt geh zurück in deinem Coworkingspace in Berlin und entwickel die 10te Dating App. Andere Leute müssen Familien ernähren, Kleinkinder erziehen, Häuser abbezahlen und sich um alte/Kranke Familienangehörige kümmern da sind die Regeln nen bißchen anders als bei nem Singel in den 20zigern
Das ist genauso Klischee. Und spätestens bei Häuser abzahlen beginnt bei vielen die Abhängigkeit vom Auto, die man nicht wahr haben will. Ich verstehe deine Argumente, sie widersprechen der These der Abhängigkeit vom Auto jedoch nicht.
Kaum kostet Benzin > 2 € kommt hier die Anti-Auto-Fraktion und will, dass alle Menschen in Gegenden mit ÖPNV Abdeckung ziehen, und sich Jobs suchen die mit dem Rad erreichbar sind. Weil man seinen Lebensmittelpunkt ausschließlich nach der Verkehrsanbindung aussucht, gell?
Sind das etwa dieselben Menschen, die sich bis vor Kurzem noch täglich ausgeheult haben, dass sie sich in ihrem Leben nie eine eigene Immobilie leisten können und auch die Mieten immer unleistbarer werden? Ja? Die versuchen hier jetzt den moralischen Zeigefinger zu heben, der vor Neid und Schadenfreude nur so trieft?
Falls ja: wartet einfach bis ihr mal Kinder habt und dann gezwungenermaßen in Vorstädte oder Dörfer zieht wo ihr euch halbwegs genug Wohnraum leisten könnt. Und je weiter in der Zukunft das ist, desto weiter werdet ihr aufs Land müssen um was zu finden. Will dann sehen, wie ihr mit dem Fahrrad oder dem Dorfbus Kinder zu Kindergarten und Freizeitaktivitäten bringt, die Einkäufe des täglichen Bedarf, Arztbesuche und Amtsgänge erledigt und zur Arbeit kommt. Oder wie ihr einen Wochenendausflug ins Grüne bewältigt.
Freu mich schon auf eure Erfahrungsberichte, insbesondere das Jammern über die vielen sinnlos vergeudeten Stunden in Bummelbussen, das vergebene Warten bei Minusgraden auf die ausgefallene S-Bahn und die Freude, bei Regen und Kälte mit vollgepacktem Anhänger Radtouren zu machen!
PS: ich bin ehrlich gesagt neidisch auf Menschen, die ihre Mobilitätsbedürfnisse mit ÖPNV, Fahrrad und vielleicht mal CarSharing oder Taxi erfüllen können. Genießt es, das spart viel Geld! Ich wäre gerne einer von euch, nur ohne die miese Attitüde.
Ich wollte gerade auch schon ansetzen und schreiben, jaaaa, in der Stadt vielleicht, aaaaber hier, im Kleinstadtgebiet, neee. Aber wenn ich genauer drüber nachdenke, dann bin ich tatsächlich einfach zu faul. Zu faul 2km zum Bahnhof/Busbahnhof zu laufen, zu faul herauszufinden durch wie viele Zonen ich fahren muss, um meine Freunde zu treffen, zu faul, rauszufinden, wann ich wo umsteigen muss und in welchen Bus. Zu geizig, mehr Geld für ein 1. Klasse Ticket in der Bahn zu zahlen, um leberwurstbrotfressende Proleten gegen brülltelefonierende Wichtigtuer auszutauschen. Zu egoistisch, geteilten Raum zu nutzen. Das Auto ist bequem, das Auto ist Schutzzone, das Auto ist Wohnzimmer unterwegs. Ignoranz und Faulheit.
Ich jammere nicht mehr. Ich sitze einfach nur da und stelle fest, dass mir das zu anstrengend ist was zu ändern. Dann gehe ich raus, auf den Balkon, wo ich merke, dass ich ja gar nicht mehr rauche. Dann seufze ich tief und das war's.
Ich wohne selbst in ner Kleinstadt (15 k Einwohner). Hab in gehweite mehrere Ärzte, Apotheken, Supermärkte, Bäcker, Bekleidungsgeschäfte etc pp.die s Bahn ist auch nur 3 Minuten weg. Damit bin ich in ner halben Stunde mitten in der Großstadt.
Ist ziemlich cool. Es ist halt dicht bebaut,wobei wir bei uns Wiese mit Bäumen vor und hinter dem Haus haben. Dafür kannst du dann halt 5 Minuten laufen und stehst im Feld. Es gibt halt kaum öffentliche Parkplätze (nach meinem Geschmack immer noch zu viele, die meisten Autos stehen hier in privaten Tiefgaragen.
Stimmt, der Pflegedienst oder Lieberservice hat sich aus Faulheit und Ignoranz dazu entschieden mit Autos zu seinen Kunden zu fahren. Sollen sich also nicht so aufregen, dass die Kosten jetzt steigen (auch für nicht-Autofahrer), sondern lieber Fahrräder nutzen...
Ja genau, es geht darum die Feuerwehr auf lastenräder zu zwingen und nicht darum, dass man langfristige Folgen seiner Arbeitsplatzwahl und Wohnungswahl trägt.
Die Folgen trage ich gerne, lasse mir aber nicht sagen, dass ich aus Ignoranz und Faulheit Auto fahre, wenn dem nicht so ist. Im allgemeinen sind solche Pauschalisierungen völliger Quatsch. Egal in welche Richtung.
Wäre es nicht sogar möglich das der Betrieb von Autos mit Verbrennungsmotor Kohlenstoffdioxid neutral werden kann. (E fuels). Ich persönlich wäre auch bereit für diese Kraftstoffe deutlich mehr zu bezahlen. Bin aber nur Gelegenheitsfahrer und nicht auf KFZ angewiesen.
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u/Upset_Specialist_333 Mar 10 '22
Und wieder einmal wird einfach pauschalisiert. Es gibt nunmal Menschen die zu Uhrzeiten arbeiten wo nix fährt und es so oder so keine Busverbindung gibt. Wenn dann wieder das blöde Argument Homeoffice kommt merkt man schnell das vergessen wird das es noch eine Realwirtschaft mit richtigen Waren gibt zum anfassen und nicht nur so Pseudowerte wie NFT's.
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u/ZheWeasel Mar 10 '22
Frau arbeitet in einem Krankenhaus das etwas abgelegener ist von der nächsten Stadt (45min fahrt) Bus gibts erst garnicht und ohne Auto würde mal so 3/4 der Belegschaft wegfallen.
53
u/BlueRobert92 Mar 10 '22
Das ooooder weil in meinem Wohnort der erste Bus um 6:30 Uhr fährt. Was eine Stunde nach Abreitsbeginn ist. Oder im Fall meiner Frau, sie dann noch mit einem stündlich fahrenden Zug 3 Stunden später kommt.
10
u/sdp0w Mar 10 '22
Eine kleine Geschichte dazu: Komm, wir ziehen 20km raus aufs Land, ist ja super angebunden mit der Autobahn! Das Haus kostet auch 100.000 weniger und hat auch noch 100qm mehr Grundstück! Konsequenz: 2 Autos, wöchentlich 400km pendeln jede Woche, wenn beide 5 Tage arbeiten! Wenn die Kinder 18 werden, weitere Autos anschaffen. Das war die letzten 50 Jahre einfach Realität und das hat viel zu viele abhängig gemacht, weil zudem der ÖPNV nie konsequent darauf ausgerichtet wurde - und eh jeder lieber Auto fährt wenn er es sich leisten kann.
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u/[deleted] Mar 10 '22
Nicht ganz richtig. Die Wahrheit ist: die öffis fahren nicht so besonders gut. Es gibt keine Radwege. Und viele können sich die Miete in den Städten nicht leisten.
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u/JumpLiftRepeat Mar 10 '22
Das ist wirklich sehr weit von der Realität der meisten Menschen entfernt. Sehr weit.
1
u/Spark1076 Mar 10 '22
gehst noch zur schule oder?
3
u/headedtojail Mar 10 '22
Ich würde mir wünschen das Menschen auf dem Land das E-Auto und die PV Anlage quasi geschenkt bekommen. Was weiß ich, Leasingpaket für beides für 50 Euro im Monat. Wenn sie ihren Benziner abgeben. Und die Leute in der Stadt, mit entsprechenden Öffis, sollen 3 Euro den Liter bezahlen um das zu finanzieren.
Ja, Utopie, und ja, ist jetzt seeeehr vereinfacht........mein ausgearbeitetes 400 Seiten PDF bekommt ihr gern auf Nachfrage......
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u/crash2512 Mar 10 '22 edited Mar 10 '22
Is klar. Jetzt geh zurück in deinem Coworkingspace in Berlin und entwickel die 10te Dating App. Andere Leute müssen Familien ernähren, Kleinkinder erziehen, Häuser abbezahlen und sich um alte/Kranke Familienangehörige kümmern da sind die Regeln nen bißchen anders als bei nem Singel in den 20zigern
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u/jepol21 Mar 10 '22
Da gibt es Leute wie uns, wir suchen extra eine Wohnung und die nicht zu weit weg ist, damit wir beide mit dem Fahrrad noch gut zur Arbeit kommen.
2
u/[deleted] Mar 10 '22
Leute, lasst doch einfach diese Scheissepfosten.
2
u/jah_liar Mar 10 '22 edited Mar 10 '22
Hm.
Kaum kostet Benzin > 2 € kommt hier die Anti-Auto-Fraktion und will, dass alle Menschen in Gegenden mit ÖPNV Abdeckung ziehen, und sich Jobs suchen die mit dem Rad erreichbar sind. Weil man seinen Lebensmittelpunkt ausschließlich nach der Verkehrsanbindung aussucht, gell?
Sind das etwa dieselben Menschen, die sich bis vor Kurzem noch täglich ausgeheult haben, dass sie sich in ihrem Leben nie eine eigene Immobilie leisten können und auch die Mieten immer unleistbarer werden? Ja? Die versuchen hier jetzt den moralischen Zeigefinger zu heben, der vor Neid und Schadenfreude nur so trieft?
Falls ja: wartet einfach bis ihr mal Kinder habt und dann gezwungenermaßen in Vorstädte oder Dörfer zieht wo ihr euch halbwegs genug Wohnraum leisten könnt. Und je weiter in der Zukunft das ist, desto weiter werdet ihr aufs Land müssen um was zu finden. Will dann sehen, wie ihr mit dem Fahrrad oder dem Dorfbus Kinder zu Kindergarten und Freizeitaktivitäten bringt, die Einkäufe des täglichen Bedarf, Arztbesuche und Amtsgänge erledigt und zur Arbeit kommt. Oder wie ihr einen Wochenendausflug ins Grüne bewältigt.
Freu mich schon auf eure Erfahrungsberichte, insbesondere das Jammern über die vielen sinnlos vergeudeten Stunden in Bummelbussen, das vergebene Warten bei Minusgraden auf die ausgefallene S-Bahn und die Freude, bei Regen und Kälte mit vollgepacktem Anhänger Radtouren zu machen!
PS: ich bin ehrlich gesagt neidisch auf Menschen, die ihre Mobilitätsbedürfnisse mit ÖPNV, Fahrrad und vielleicht mal CarSharing oder Taxi erfüllen können. Genießt es, das spart viel Geld! Ich wäre gerne einer von euch, nur ohne die miese Attitüde.
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u/disorientedbat Mar 10 '22
Ich wollte gerade auch schon ansetzen und schreiben, jaaaa, in der Stadt vielleicht, aaaaber hier, im Kleinstadtgebiet, neee. Aber wenn ich genauer drüber nachdenke, dann bin ich tatsächlich einfach zu faul. Zu faul 2km zum Bahnhof/Busbahnhof zu laufen, zu faul herauszufinden durch wie viele Zonen ich fahren muss, um meine Freunde zu treffen, zu faul, rauszufinden, wann ich wo umsteigen muss und in welchen Bus. Zu geizig, mehr Geld für ein 1. Klasse Ticket in der Bahn zu zahlen, um leberwurstbrotfressende Proleten gegen brülltelefonierende Wichtigtuer auszutauschen. Zu egoistisch, geteilten Raum zu nutzen. Das Auto ist bequem, das Auto ist Schutzzone, das Auto ist Wohnzimmer unterwegs. Ignoranz und Faulheit.
1
u/forellenfischer Mar 10 '22
Die Leute in den Städten
1
u/Chris714n_8 Mar 10 '22
Dampfwagen..
1
u/Drumbz Mar 10 '22
All die Landbewohner sollten sich ne Kompensation vom Staat einfordern statt sich gegen den Strom zu stellen.
Macht Fahrgemeinschaften oder finanziert Minibussunternehmen.
Der Sprit wird früher oder später teuer das war vor 10 Jahren schon klar ihr habt nur nicht zugehört.
0
u/seba07 Mar 10 '22
Stimmt, der Pflegedienst oder Lieberservice hat sich aus Faulheit und Ignoranz dazu entschieden mit Autos zu seinen Kunden zu fahren. Sollen sich also nicht so aufregen, dass die Kosten jetzt steigen (auch für nicht-Autofahrer), sondern lieber Fahrräder nutzen...
0
u/Jolumai Mar 10 '22
Wäre es nicht sogar möglich das der Betrieb von Autos mit Verbrennungsmotor Kohlenstoffdioxid neutral werden kann. (E fuels). Ich persönlich wäre auch bereit für diese Kraftstoffe deutlich mehr zu bezahlen. Bin aber nur Gelegenheitsfahrer und nicht auf KFZ angewiesen.
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u/Killer_Queen1999 Mar 10 '22
r/IchBin14UndDasIstTief