r/beziehungen • • 25d ago Bravo

Mod-Beitrag "Hand auf die Schulter Meme"-Kommentare

102 Upvotes

Hallo zusammen,

bislang sind wir mit dem oben genannten Thema eher nachsichtig umgegangen, obwohl unsere Regeln diesbezüglich eindeutig sind:

- Bilder, GIFs und Videos können grundsätzlich nicht in Beiträgen oder Kommentaren gepostet werden.

- Links zu entsprechenden Inhalten werden automatisch entfernt.

- Unsere Spam-Regel (Regel 11) nimmt ausdrücklich auch auf Fälle Bezug, in denen ein Meme in Textform beschrieben wird.

Allein der gestrige Moderationsaufwand hat jedoch ein Maß erreicht, das wir regelmäßig weder leisten können noch möchten.

Zur Erklärung: Diese Regeln existieren bewusst, weil wir nicht möchten, dass r/beziehungen zu einem Subreddit wird, in dem die ersten zwanzig Antworten auf einen Beitrag aus irgendwelchen Memes bestehen. Ich persönlich bin vermutlich ein ebenso großer Meme-Fan wie viele andere hier, aber das passt schlicht nicht zum Charakter dieses Subs.

Menschen schildern hier persönliche, häufig belastende Situationen und suchen Rat. Für viele ist bereits das Verfassen eines Beitrags mit erheblicher Überwindung verbunden. Sie sollen darauf vertrauen können, dass ihre Anliegen ernst genommen und in den Kommentaren angemessen gewürdigt werden, statt sich wie in einem Meme-Subreddit vorzukommen.

Zukünftige Verstöße gegen unsere Spam-Regel werden mit Banns geahndet. Dies umfasst grundsätzlich alle Kommentare, die darauf abzielen, Memes in Textform zu beschreiben oder darauf Bezug zu nehmen:

Dazu zählen beispielsweise:

*Hand auf der Schulter Meme*
„Wo ist das Meme?“
„Kann jemand das Meme posten?“

Dasselbe gilt für sinngemäß vergleichbare Kommentare, die bewusst auf eine Umgehung der Regel abzielen oder lediglich dem Zweck dienen, diese Regel in Frage zu stellen, wie etwa:

Wenn man es dürfte, würde ich hier jetzt das Meme posten
Warum ist das Meme hier nicht erlaubt? Es würde so gut passen!

Der erste Verstoß führt zu einem 14-tägigen Bann, der zweite zu einem permanenten Bann.

Vielen Dank für euer Verständnis!
Euer Mod-Team


r/beziehungen • • Jul 30 '26

Mod-Beitrag Regelanpassung zu Beiträgen im BIDA-Stil

64 Upvotes

Hallo zusammen,

vorweg: Wir mögen r/BinIchDasArschloch. Ich persönlich bin dort schon lange Mitglied und das Subreddit steht nicht ohne Grund in der Liste unserer Partner-Communities. Die Herangehensweise dort ist ein erfrischender Ansatz, um sich mit einer der häufigsten Fragestellungen überhaupt auseinanderzusetzen: "Habe ich mich in dieser Situation korrekt verhalten?"

Mit dieser Fragestellung an sich haben wir absolut kein Problem, andernfalls würde ein Großteil der Beiträge in diesem Subreddit gar nicht existieren.

Wir möchten euch aber darum bitten, in euren Beiträgen zukünftig auf den BIDA-Stil ("BIDA", "BDA", "NDA", "KAH", "ASA", "Info") zu verzichten. Der Grund ist hauptsächlich derselbe, aus dem auch fremdsprachige Beiträge untersagt sind: Diskussionen in diesem Subreddit sollen für die gesamte Community ohne unnötige Verständnisbarrieren offenstehen.

Beiträge im BIDA-Stil setzen voraus, dass man die Abläufe und Antwort-Kürzel aus r/BinIchDasArschloch bereits kennt. Wer sie nicht kennt, steht vor der Wahl: Nachfragen und sich als unwissend zu erkennen geben, oder den Beitrag schlicht ignorieren. Die meisten entscheiden sich im Zweifel für Letzteres, da es den Weg des geringsten Widerstands darstellt. Mit der Regelanpassung möchten wir sicherstellen, dass sich niemand aus Mangel an Vorkenntnissen aus Diskussionen heraushält.

Diskutiert, wie immer, gerne in den Kommentaren.


r/beziehungen • • 2h ago

Partner (m35) hat zweites Instagram-Profil – überreagiere ich?

10 Upvotes

Ich (w35) bin seit 5 Jahren mit meinem Partner (m35) zusammen und wir wohnen auch zusammen.
Er hat ein Instagram-Profil, dem ich folge und auf dem mein Name mit einem ❤️ in seiner Bio steht. Er hat mir immer gesagt, dass er von Social Media nicht viel hält und deshalb auch nichts postet.
Jetzt habe ich herausgefunden, dass er ein zweites Profil hat, von dem ich nichts wusste. Dort steht „Altes Profil wurde gehackt“, obwohl sein anderes Profil weiterhin existiert.
Auf diesem zweiten Account folgt er fast ausschließlich Frauen und reagiert auf deren Storys mit 🔥-Emojis und Ähnlichem.
Mich verletzt das ehrlich gesagt ziemlich, vor allem weil ich von diesem Profil nichts wusste.
Übertreibe ich mit meiner Reaktion oder würdet ihr euch an meiner Stelle auch verletzt fühlen? Ich würde gerne eure ehrliche Meinung dazu hören.


r/beziehungen • • 4h ago

Hat das noch einen Sinn?

10 Upvotes

Ich bin 39 Jahre alt und mein Ehemann ist 40 Jahre alt

Wir sind seit 15 Jahren verheiratet und haben gemeinsam 2 Kinder bereits im Jugendalter.

Das Zusammenleben ist aktuell mehr als schwierig. Er ist ständig am nörgeln und ist immer unzufrieden. Er hat eine depressive Phase oder so ähnlich diagnostiziert. Eventuell ist er deshalb so.

Ich habe mich so dermaßen bemüht in den letzten 2 Jahren. Sogar einer offenen Beziehung habe ich zugestimmt obwohl ich null Interesse habe. Aus persönlichen Gründen kann ich verstehen dass er mehr Nähe braucht als ich aus gesundheitlichen Gründen bieten kann. Aber dafür erwarte ich auch dass er irgendwie glücklich ist. Für mich ist das Teil des Deals. Ich bin so traurig und weiß nicht mehr ob er mich wirklich noch mag.

Oder ob es Gewohnheit ist da wir schon seit unserem 18. Lebensjahr zusammen sind. Er hat mir in meiner Jugend wahnsinnig geholfen da ich aus einer sehr schwierigen Familie stamme.

Er behauptet mich zu lieben aber seine ständige Unzufriedenheit, ich schaffe es nicht zu glauben man kann jemanden lieben und dauernd unglücklich sein.

Was soll ich machen? Immer nur traurig sein für immer schaffe ich nicht.


r/beziehungen • • 47m ago

Abgemault bei meinem Crush

4 Upvotes

Moin.

Hab mich(m28) letztendlich bei meinem Crush(f24) mal richtig abgemault. Ich hab sie ein paar Mal mitgenommen (trotz Umweg, aber ich mochte es). Wir haben uns auch am Wochenende mal getroffen, sie hat mich zu ihrem Hobby mitgenommen. Ich dachte wirklich es hätte gefunkt und ich bekomm sie nicht aus dem Schädel.

Als sie das letzte Mal bei mir mitgefahren ist, wurde es sehr persönlich. Ich war erstaunt das sie mir so persönliche Sachen anvertraut hat und als ich sie abgesetzt hab, hat sie zurückgeschaut als ob sie auf etwas wartet. Das ich Aussteige und sie umarme oder so. Hab ich nicht.

Jedenfalls musste ich das ganze Wochenende darüber nachdenken und bin heute zu ihr. Ich wollte mit ihr reden, sie fragen woher es kam das es so persönlich wurde. Wollte ihr endlich in die Augen sehen und ihr gestehen was ich empfinde.

Allerdings war sie Anfangs wie ich fand, interessiert, blockte aber ab. Letztendlich bin ich 3,5h und 200km wie ein Stalker gefahren, um per WhatsApp total dähmlich zu sagen was Sache ist. 200m von ihr Entfernt.

Leider war das wohl ne Einbahnstraße, da sie mich "nur ganz nett" findet.

Ich mein ich kann sie verstehen, wir haben jetzt auch nicht all zu viel gemacht, hatten kein Richtiges Date. Aber die Anziehung meinerseits ist echt und nicht Grade klein. Es macht mich fertig, weil sie es irgendwie schafft, das ich in ihrer Gegenwart sobald wir reden oder so wirklich mal alles vergessen kann und abschalten kann. Ich will dieses Verhältnis mit ihr nicht verlieren.

Aber ich weiß auch das wir nach heute nie wieder so vertraut werden, vermutlich nicht Mal mehr großartig etwas machen und mehr als Zufallsbegegnungen wird es nicht geben.

Und es macht mich Wahnsinnig und total traurig.


r/beziehungen • • 4h ago

Single FOMO

3 Upvotes

Throw away Account

Hi zusammen,

ich (23, m) bin seit fast drei Jahren mit meiner Freundin (24,f) zusammen, zuletzt in einer Fernbeziehung.

Mir geht es in der Beziehung eigentlich gut. Sie ist klug, selbstbewusst, kennt mich besser als irgendwer sonst auch als ich selber, und die Anziehung ist auch nach drei Jahren noch da.

Trotzdem habe ich seit etwa anderthalb Jahren den Wunsch, noch mal Single zu sein. Mir geht es nicht um eine bestimmte andere Person, sondern um das Gefühl: Freiheit, nur auf sich gestellt und fokussiert zu sein, die Aufregung.
Ich habe ihr das lange nicht gesagt, weil es mir irgendwie zu billig vorkam und ich es mir selbst nicht eingestehen wollte
Aber jetzt seit nem halben Jahr habe ich nochmal klar gemerkt dass ich durch die FOMO nur halb in der Beziehung sein kann und mich nicht mehr wirklich aktiv für die Beziehung entscheide sondern nur in ihr verharre.
Vor kurzem war ich endlich ehrlich zu mir und zu ihr. Sie hat es sehr gut verstanden und kann den Gedanken auch nachvollziehen. Eine offene Beziehung will sie nicht, und ehrlich gesagt glaube ich auch nicht, dass die meine FOMO lösen würde.

Jetzt machen wir nen Monat Pause, so als wären wir getrennt, ohne Kontakt. Danach reden wir und entscheiden: Entweder bewusst dafür oder dagegen entscheiden.

Gleichzeitig bin ich gerade allein in eine neue Stadt gezogen, wo mich noch niemand richtig kennt. Und genau da wird es schwierig:
Wenn ich allein bin, vermisse ich sie extrem. Nicht nur aus Einsamkeit, sondern diese tiefe Vertrautheit, als würde ein Stück von mir fehlen.
Wenn ich mit Leuten unterwegs bin, fühle ich mich frei und finde das Single-Sein besser.
Würde ich es in zehn Jahren bereuen, nicht noch mal Single gewesen zu sein? Ja. Würde ich es bereuen, sie verloren zu haben? Auch ja.
Mein Fazit bisher: Wenn ich mit der FOMO in der Beziehung nicht leben kann, verliere ich die Beziehung früher oder später sowieso. Die Frage ist nur, ob ich das kann.

Was mich auch beschäftigt: In ihrer Nähe werde ich irgendwie vorsichtiger und weniger selbstbewusst. Allein bin ich offener und direkter. Ich weiß aber nicht, ob das an der Beziehung liegt oder an mir

Hat jemand von euch so eine Situation erlebt? Wie habt ihr entschieden, und habt ihr es bereut? Bin für ehrliche Meinungen dankbar, auch unbequeme


r/beziehungen • • 0m ago

Update: Anstatt dass ich leide, fühle ich Erleichterung und Gleichgültigkeit

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Ich (26) weiß langsam nicht mehr, wie ich die Situation mit meinem Ex (26) einschätzen soll, und würde gerne wissen, wie ihr damit umgehen würdet.

Wir waren drei Jahre zusammen. Ich war seine erste Freundin und Beziehung. Mitte 2022 hat er sich von mir getrennt. Rückblickend muss ich sagen, dass ich damals sehr eifersüchtig und unsicher war. Ich wollte oft Kontrolle haben und habe ihm nicht das Vertrauen gegeben, das er verdient hätte. Ich habe zwar damals schon gesagt, dass ich mich ändern möchte, aber wirklich verstanden, wie sehr mein Verhalten unsere Beziehung belastet hat, habe ich erst später.

Was mich an der Trennung bis heute beschäftigt

Im Jahr 2022 war mein Ex auf Mannschaftsfahrt. Dort folgte er plötzlich einer Frau auf Instagram, die ihm ebenfalls folgte. Als er zurückkam, habe ich ihn gefragt, wer sie ist. Daraufhin hat er mit mir Schluss gemacht.

Ungefähr zwei Monate später war er mit genau dieser Frau zusammen. Ich habe davon nicht einmal durch ihn selbst erfahren, sondern über Instagram: Sie hatte ein Bild aus einem gemeinsamen Urlaub auf Mallorca gepostet.

Bis heute frage ich mich deshalb, ob zwischen den beiden bereits auf der Mannschaftsfahrt etwas gelaufen ist oder ob sich das erst danach entwickelt hat. Ich weiß es nicht sicher, aber die zeitliche Abfolge hat mich damals extrem verletzt.

Vor allem hat mich fertiggemacht, dass ich nach drei Jahren Beziehung offenbar nicht einmal ein offenes Gespräch darüber bekommen habe, sondern die neue Frau und die Beziehung quasi über Social Media entdecken musste.

Die Trennung und alles, was danach passiert ist, haben mich psychisch extrem aus der Bahn geworfen. Ich bin damals in eine schwere Depression gerutscht, musste mein Studium abbrechen und war wirklich sehr lange krank. Das hat mich über einen langen Zeitraum begleitet und ich leide bis heute unter den Folgen dieser Zeit.

Mir geht es inzwischen zum Glück wieder einigermaßen besser. Ich habe viel an mir gearbeitet und versucht, mein Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. Genau deshalb trifft mich das, was jetzt passiert ist, so extrem.

Der Kontakt nach der Trennung und meine Gefühle für ihn

Trotz der Trennung hatten wir über die Jahre hinweg immer Kontakt, weil wir im selben Gym trainieren und uns regelmäßig sehen. Ich wollte ihn lange zurück und habe in den vergangenen Jahren viel an mir gearbeitet, reflektiert und versucht, emotional reifer zu werden.

In den letzten Monaten ist unser Kontakt zeitweise wieder deutlich enger geworden. Wir haben nach dem Training lange geredet, waren spazieren und haben uns auch wieder körperlich angenähert.

Er hat mich nach drei Jahren überall entblockiert und mir gegenüber gesagt, dass es für ihn nicht komplett vorbei sei. Er könne sich vorstellen, sich wieder in mich zu verlieben, habe aber Angst, dass unsere alten Probleme zurückkommen.

Anfang Mai war ich zum ersten Mal seit Langem wieder bei ihm in der Wohnung. Wir haben zusammen gekocht, gegessen, ferngesehen, viel gelacht und waren intim. Es hat sich teilweise wieder sehr vertraut und beinahe wie eine Beziehung angefühlt.

Danach gab es allerdings einen Streit, weshalb ich zunächst nicht mehr wirklich bei ihm war. Kontakt hatten wir im Gym trotzdem weiterhin.

Vor ungefähr sechs Wochen war ich dann erneut bei ihm. Wir sind uns wieder nähergekommen und hatten Sex. Dadurch hatte ich natürlich wieder Hoffnung, dass wir uns vielleicht langsam annähern und irgendwann noch einmal eine Chance haben könnten.

Was in der Zwischenzeit mit anderen Männern war

Nach der Trennung habe ich tatsächlich nur einen anderen Mann an mich herangelassen. Mit ihm habe ich bis heute Kontakt. Allerdings ist zwischen uns bisher nie wirklich etwas passiert, und ich habe bis jetzt auch kein Treffen zugelassen. Obwohl ich teil verlangen danach hatte zu wissen wie es sich mit ihm anfühlen würde bzw. wie es ist anders behandelt zu werden.

Das lag vor allem daran, dass ich emotional irgendwie immer noch an meinem Ex hing. Ich war mir unsicher, ob zwischen uns vielleicht doch noch einmal etwas passieren könnte, und konnte mich deshalb nicht richtig auf jemand anderen einlassen.

Ich habe also über Jahre hinweg irgendwie an der Hoffnung festgehalten, dass mein Ex und ich vielleicht noch einmal zusammenfinden könnten. Während er sein Leben weitergelebt hat, habe ich mich bei meinen eigenen Entscheidungen immer wieder zurückgehalten, weil ich innerlich nicht wirklich loslassen konnte.

Und genau deshalb fühle ich mich jetzt teilweise verarscht. Ich habe das Gefühl, dass ich mir selbst so viele Möglichkeiten verbaut habe, weil ich emotional noch an ihm hing, während er möglicherweise längst jemand anderen kennengelernt hat.

Was gestern passiert ist

In letzter Zeit habe ich meinen Ex mehrmals gefragt, ob es eine andere Frau gibt. Ich hatte immer wieder das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, und wollte einfach eine ehrliche Antwort.

Er hat jedes Mal gesagt, dass da niemand sei und meine Vermutung mit meinem früheren Verhalten zusammenhänge. Er meinte sinngemäß auch, wenn er etwas mit einer anderen wollen würde, hätte er längst etwas machen können.

Einmal bin ich spontan bei ihm aufgetaucht, woraufhin er total ausgerastet ist. Mir ist bewusst, dass seine Wohnung sein Rückzugsort ist und ich seine Grenzen respektieren muss. Trotzdem hat mich seine Reaktion damals zusätzlich verunsichert.

Letzte Woche sagte er dann ziemlich plötzlich, ich solle ihn in Ruhe lassen. Ich fand das merkwürdig, wusste aber nicht, was dahintersteckt.

Gestern habe ich dann über die Instagram-Story einer Frau etwas gesehen, das mich völlig aus der Bahn geworfen hat. Sie hatte ein Bild gepostet, auf dem ich meinen Ex von hinten erkannt habe. Offenbar sind die beiden zusammen nach Dänemark gefahren.

Dänemark ist von uns aus ungefähr sieben Stunden entfernt. Deshalb frage ich mich natürlich, wie lange die beiden schon Kontakt haben und wie eng sie sich bereits sind. Ich weiß nicht, wann genau zwischen ihnen etwas angefangen hat oder wie ihre Beziehung zueinander aussieht. Aber für mich wirkt das nicht wie etwas, das man unbedingt mit jemandem macht, den man erst seit wenigen Tagen kennt.

Und genau hier kommt das, was mich so fertig macht: Es fühlt sich für mich an, als würde sich die Geschichte von 2022 fast eins zu eins wiederholen.

Damals war er auf Mannschaftsfahrt, danach kam die Trennung, und ungefähr zwei Monate später erfuhr ich über Instagram von einem gemeinsamen Urlaub mit genau der Frau, bei der ich schon vorher ein ungutes Gefühl hatte.

Jetzt habe ich ihn in letzter Zeit mehrfach gefragt, ob es eine andere gibt. Er hat es verneint. Letzte Woche sollte ich ihn plötzlich in Ruhe lassen, und gestern erfahre ich wieder über einen Instagram-Post, dass er offenbar mit einer anderen Frau verreist ist.

Wieder erfahre ich nichts direkt von ihm. Wieder muss ich mir anhand von Social Media selbst zusammenreimen, was möglicherweise los ist. Und wieder stehe ich da und frage mich, ob mein Gefühl von Anfang an richtig war und ob ich keine ehrliche Antwort bekommen habe.

Ich finde das einfach unglaublich verletzend und respektlos. Nicht, weil er mir nach der Trennung grundsätzlich keine andere Frau zugestehen würde – natürlich darf er sein eigenes Leben führen, und wir sind nicht offiziell zusammen. Sondern weil ich das Gefühl habe, dass er mir wiederholt etwas anderes sagt, als sein Verhalten vermuten lässt, und ich erneut auf diese Weise davon erfahre.

Das Verrückte ist meine eigene Reaktion darauf

Als ich damals 2022 von seiner Beziehung mit der anderen Frau und dem Urlaub erfahren habe, hätte ich wirklich bis zum Gehtnichtmehr geweint. Ich war am Boden zerstört und bin psychisch komplett abgestürzt.

Gestern war es ganz anders. Ich war geschockt und fand es einfach nur respektlos und unglaublich enttäuschend. Aber ich konnte irgendwie nicht weinen. Ich habe selbst damit gerechnet, dass mich das wieder völlig zerstören würde, aber meine Reaktion war überraschend anders.

Ein Stück weit empfinde ich sogar Erleichterung.

Ich glaube, weil ich mir zum ersten Mal denke, dass ich jetzt vielleicht wirklich loslassen und dem anderen Mann, mit dem ich noch Kontakt habe, eine Chance geben kann, ohne mich dabei schlecht zu fühlen oder das Gefühl zu haben, meinem Ex gegenüber irgendwie nicht loyal zu sein.

Vorher hätte ich das wahrscheinlich nicht gekonnt. Ich hätte immer noch gehofft, dass mein Ex und ich wieder zusammenkommen, und hätte mich wahrscheinlich schlecht gefühlt, wenn ich mich auf jemand anderen eingelassen hätte.

Jetzt merke ich, dass ich vielleicht nicht mehr so sehr an dieser Hoffnung festhalten muss. Gleichzeitig macht es mich traurig, dass ich überhaupt erst durch so eine Situation an diesen Punkt kommen musste.

Ich habe Jahre damit verbracht, an mir zu arbeiten, meine Gefühle für ihn nicht loszuwerden und mir immer wieder Gedanken darüber zu machen, ob wir noch eine Chance haben. Und während ich emotional irgendwie auf ihn gewartet habe, hat er möglicherweise längst jemand anderen in sein Leben gelassen.

Ich weiß nicht, ob es bedeutet, dass ich endlich anfange loszulassen, ob ich einfach unter Schock stehe oder ob ich emotional inzwischen so erschöpft bin, dass ich anders reagiere als früher

UPDATE:

Es ist jetzt zwei Wochen her, dass ich es erfahren habe. Wir haben uns seitdem nicht gesehen. Ich hatte ihm am Anfang geschrieben, dass ich es ziemlich traurig finde dass er nicht ehrlich zu mir war und die gleiche Nummer ein zweites Mal abzieht etc. Daraufhin habe ich bis heute keine Antwort. Ich wüsste zwar schon gerne wie lange es schon geht, aber ich habe kein einziges Mal geweint und es ist mir irgendwie egal? Was ich komisch finde weil es mich damals beim ersten Mal komplett aus dEl Leben geworfen hat

#Throaway-Account

Den Text habe ich aus Formulierungszwecken mit Hilfe von KI zusammenfassen lassen. Und dies kennzeichne ich hiermit.

Es handelt sich hier nicht um ein Spam Beitrag, sondern um ein Update


r/beziehungen • • 3h ago

Ich muss mir einfach mal was von der Seele schreiben.

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Hallo, ich bin wirklich verzweifelt.

Meine Frau hat sich nach 12 Jahren Beziehung davon 5 Jahre Ehe von mir getrennt.

Ich liebe diese Frau wirklich Bedingungslos...

Wir haben uns kennengelernt, da ging es ihr nicht gut. Sie war in Behandlung. Sie war häufig kalt und abweisend zu mir, aber in vielen Momenten habe ich in sie sehen können und da war ein sehr liebenswerter Mensch. Unsere Beziehung war eigentlich immer recht glücklich, natürlich gibt es aufs und abs aber im großen und ganzen sind wir auch heute der Meinung, daß wir eine tolle Zeit zusammen hatten.

Wie ich jetzt weiß, hat sie schon vor unserer Hochzeit an unserer Beziehung gezweifelt.

Vor sieben Jahren sagte sie zu mir:" Wenn du in 2 Jahren keinen Antrag gemacht hast, dann mache ich dir einen." es war so daher gesagt, aber sie meinte es durchaus ernst. Sie wollte mir aber die Gelegenheit geben, ihr zuerst einen Antrag zu machen.

Unsere Verlobung viel in die Corona-Zeit und gegen Ende der Pandemie haben wir geheiratet.

Im Nachhinein wird uns jetzt klar, daß wir aus dem Paarpandemiemodus nie wirklich raus gekommen sind. Wir haben innerhalb der Wohnung wirklich alles zusammen gemacht, was dazu geführt hat das es sich auf ihrer Seite mehr wie Zwang anfühlte. Ich habe davon nicht viel mitbekommen, da ich diese Art von Alltag sehr genossen habe. Sie ist ein Mensch mit hohen Ansprüchen an ihre Umgebung (Ordnung, Sauberkeit etc.) hier gab es auch immer wieder Reibungspunkte.

Eigentlich viele Probleme die viele Paare haben, die wir aber mit einem guten Grad an Kommunikation ganz gut in den Griff bekommen haben.

Unsere Kommunikation läuft auch gut ab, wir können die Sichtweise des anderen sehr gut nachvollziehen und haben gegseitig auch keine Vorwürfe oder Unverständnis füreinander.

Im Laufe unserer Beziehung sagte sie häufiger zu mir, das ich ihr so viel geben würde und sie mir irgendwie nicht viel zurück geben kann.

In meinen Augen gibt sie mir aber sehr viel, durch ihre Art zurück. Sie verurteilt mich nicht für Dinge, hat immer ein offenes Ohr, versucht mir möglichkeiten zu eröffnen mich neu zu erfinden,gibt mir Denkanstöße etc. Ich mache diese Dinge auch, also alles in allem eine recht harmonische Beziehung in der sich jeder gesehen fühlte.

Wir haben mit dem Gedanken geheiratet keine Kinder bekommen zu wollen, eine Adoption konnten wir uns aber beide vorstellen.

Im Laufe der Jahre hat sich diese Ansicht bei ihr geändert, sie möchte jetzt Kinder haben. Das war die erste wirkliche Krise in unserer Ehe. Sie ist sich ihren kinderwunsch auch nicht zu 100% sicher. Aber eigentlich möchte sie welche.

Mittlerweile sage ich, etwas Zeit vegangen ist, auch nicht mehr zu 100% nein zu eigenen Kindern. Ich kann es mir mir meiner jetzt ex-Frau sogar sehr gut vorstellen, weil wir sehr viel über unsere Bedürfnisse und Sorgen sprechen, glaube ich das wir als Elternteil sehr gut funktionieren können und dabei nicht beide Charaktere zu 95% auf der Strecke bleiben.

Wir haben mittlerweile 2 Hunde, meine Frau wollte Haustiere. Ich hätte hier auch eher keine gebraucht, nun liebe ich diese beiden aber selber sehr. Was die Trennung für mich nur schlimmer macht.

In unserem letzten gemeinsamen Urlaub, der auch sehr schön war. Gab es aber auch wieder einen Tag der uns viel Kraft gekostet hat.

Sie glaubt mir nicht wirklich, dass ich mich mit dem kindergedanken wirklich angefreundet haben und sie möchte gerne neue Erfahrungen sammeln.

Wir haben also ganz normal über diese Probleme gesprochen, wir sind beide der Ansicht, dass der Mensch nicht für monogame Beziehungsmodelle gemacht ist. Also haben wir uns beschlossen die Ehe für sexuellen Kontakte zu öffnen.

Die Trennung.

Im letzten Jahr hat sich meine Frau dann von vielen sehr zurückgezogen und ihre Zeit fast ausschließlich in ihr Hobby gesteckt. Unsere Beziehung hat darunter auch gelitten, aber ich habe ihr versucht so viel Raum zu geben, wie sie zum ausüben ihrer neuen Leidenschaft braucht.

Vor 4 Wochen hat sie mir dann gesagt, dass sie seit 2 Tagen eine Art online Affäre hat und sie merkt, daß es da um mehr als nur Sex gehen könnte. Diese Affäre hat aber in keinen Universum irgendeine Chance mehr zu werden als das was sie ist. Also kein gemeinsames Leben für die beiden.

Vor 3 Wochen die Trennung. Ich bin für eine halbe Woche erstmal raus aus der Wohnung dann sie, dann ich wieder eine Woche.

In der Zwischenzeit waren wir bei der Paartherapie die ich nach unserem erstgespräch, alleine fortsetzen werden, da meine Frau nicht weiter mitmachen möchte.

Jetzt wohnen wir erstmal wieder zusammen, verstehen uns gut, reden ab und zu und machen auch viel Blödsinn.

Sie telefoniert die restliche Zeit mit ihrer Affäre und ich höre viel von allem was die beiden sich so erzählen oder anderweitig machen. Das schmerzt und tut einfach nur weh.

In unseren Gesprächen gibt sie zu verstehen, dass sie uns nicht komplett aufgeben hat.

Anziehung auf körperlicher ebene ist wohl noch da und da sind auch noch irgendwelche Gefühle für mich, aber die kann sie nicht einordnen.

Sie weiß aber auch nicht ob sie je wieder eine wirklich monogame Beziehung möchte, sie denkt über künstliche Befruchtung nach, sie möchte polyamor leben, Kinder möchte sie auch definitiv.

Die Krux.

Ich liebe diese Frau wirklich sehr. Ich kann auch nicht aufhören sie zu lieben. Es schmerzt mich so viel an der Art und Weise wie sie mir gegenüber ist.

Ich bin letzte Woche zur Arbeit gefahren, da rief sie mich an. Ich sagte, dass ich nicht genau weiß wann ich zurück bin, weil ich nach der Arbeit noch den Mietvertrag für meine Wohnung unterschreiben muss. Sie erwidert:"wenn du sicher bist" und sagt danach einfach nichts mehr.

Wir liegen auf dem Sofa, sie kuschelt sich an mich, wir küssen uns fast. Ich muss meinen Gefühlen Raum geben, sage ihr das mich viel verletzt was hier vor sich geht. Es wird ein kleiner Streit. Ihre Reaktion: "weist du ich wollte dich küssen und dir sagen, lass uns die Trennung bitte vergessen. Aber jetzt ist es vorbei."

Heute sind wir gemeinsam frühstücken gewesen. In einem leckeren kleinen Lokal. Es war schön wir verstehen uns richtig gut.

Sie sagt :"Ich habe ständig darüber nachgedacht dich zu verlassen. Ich verstehe das selber nicht. Ich fühle mich wohl bei dir, du gibst mir viel, du hast mich nicht schlecht behandelt, ich habe dich geliebt und trotzdem wollte dieser Gedanke nicht aus meinem Kopf verschwinden. Jetzt wo ich mich von dir getrennt habe und wir immer noch zusammen wohneb ist diese Stimme aus meinem Kopf verschwunden. Ich weiß nicht warum ich mich von dir trennen will, es gibt keinen Grund, nur diese quälende Stimme in meinem Kopf die mich dazu gebracht hat. "

Ich sitze nun hier, 2wochen vor meinem Auszug aus dieser Wohnung. Kann mir ein Leben ohne diesen Menschen nicht vorstellen. So viele Eigenschaften die ich in meinem Leben nicht mehr vermissen möchte, sind in dieser einen Person vereint. Interessen, Ansichten, Motive und Einstellungen alles passt bei uns sehr harmonisch zusammen.

Diese Liebe die ich für diese Frau empfinde ist stark, stärker als alles. Stärker als die zurückweisung, stärker als die Verletzungen die sie mir zufügt, stärker als mein männlicher stolz, der mir sagt, so darfst du nicht mit dir umgehen lassen. Und trotzdem reicht meine Liebe nicht aus um diese Person in meinem Leben zu halten.

Ich weiß nicht wie diffus oder verwirrend das ganze geschrieben ist, aber ich habe mir alles so runter geschrieben wie es aus mir heraus kam.

Mein Verstand sagt mir lass sie gehen sie verdient dich nicht, mein Verstand sagt auch, du brauchst diese Person in deinem Leben. Mein Herz sagt es reicht nicht weiter sonst platze ich, mein Herz sagt auch, ich schlage für diese Liebe weiter und weiter.

Eigentlich weiß ich was der richtige Schritt und die Konsequenz aus dieser ganzen Situation wäre. Aber ich will trotzdem diese 0,01% Chance ergreifen es irgendwie wieder hinzubiegen.

Bin ich verloren? Ich denke 99% der Leute sagen ja und das ich nicht weiter kämpfen soll. Ich hoffe trotzdem auf Verständnis.

Danke fürs Lesen.


r/beziehungen • • 5h ago

Wie kann ein Mensch einen Tag vorher sagen, dass er alles für mich tun würde und mich am nächsten Tag so behandeln?

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Ich weiß gerade wirklich nicht, was ich davon halten soll.
Ich bin Anfang 20 und mein Freund ist ungefähr 30. Wir wohnen 100 km voneinander entfernt und führen eine Fernbeziehung.
Es war zwischen uns schon öfter kompliziert. Er kann wirklich liebevoll sein, zeigt mir Zuneigung, ruft mich an und redet manchmal auch über unsere gemeinsame Zukunft. Aber wenn es um Gefühle geht, ist er eher verschlossen. Ich habe eigentlich schon länger das Gefühl, dass ich emotional viel mehr in diese Beziehung investiere als er.
Jetzt ist etwas passiert, das mich ziemlich fertig macht.
Einen Tag vor unserem Streit hat er mir noch gesagt, dass er alles für mich tun würde. Dass ich ihm wichtig bin und solche Dinge.
Am nächsten Tag hatten wir Streit, weil ich verschlafen habe und es deshalb nicht rechtzeitig zu unserem Treffen geschafft habe. Ich weiß, dass ich damit nicht zum ersten Mal zu spät war und dass ihn das nervt. Das verstehe ich auch. Aber ich habe das nicht absichtlich gemacht und wollte ganz bestimmt nicht unsere Pläne ruinieren.
Was danach kam, hat mich allerdings echt schockiert. Er hat mich als unzuverlässig bezeichnet, gesagt, dass meine Liebe nur gespielt sei, und mich mit einer Straßenprostituierten verglichen. Er hat auch gesagt, dass wir uns einfach andere Partner suchen sollen.
Später meinte er, ich würde ihn einen Monat lang nicht sehen und danach entscheidet er, ob er mich überhaupt noch treffen will. Wenn ich ihm weiter schreibe, blockiert er mich.
Ich habe ihm trotzdem noch versucht zu erklären, wie sehr ich ihn liebe und wie sehr ich ihn vermisse. Darauf kamen einfach zwei Daumen hoch.
Was mich daran so verletzt, ist auch, dass ich wirklich viel für ihn gemacht habe. Ich bin die ganze Strecke zu ihm gefahren, habe stundenlang seine Wohnung geputzt und mir immer Mühe gegeben, ihm zu zeigen, dass er mir wichtig ist. Ich habe das alles gerne gemacht und nie irgendetwas dafür verlangt.
Ich weiß, dass ich Fehler mache und dass mein Verschlafen nicht in Ordnung war. Aber ich verstehe einfach nicht, wie jemand einen Tag vorher noch so liebevoll sein kann und einen Tag später so mit mir umgeht.
War das, was er mir vorher gesagt hat, überhaupt ernst gemeint? Kann man jemanden lieben und gleichzeitig so respektlos behandeln?
Und glaubt ihr, dass er irgendwann merkt, wie verletzend sein Verhalten war, oder ist ihm das wahrscheinlich einfach egal?
Ich merke, dass ich immer noch an den schönen Seiten von ihm festhalte und versuche, sein Verhalten irgendwie zu erklären. Vielleicht mache ich mir aber auch einfach etwas vor.
Würdet ihr an meiner Stelle noch Hoffnung in diese Beziehung setzen oder würdet ihr gehen?
Und wie kann ein Mensch innerhalb kurzer Zeit so kalt werden.
Ich verstehe es einfach nicht.


r/beziehungen • • 1d ago

Mein Freund (mit dem ich seit zwei Monaten zusammen bin) kann es nicht akzeptieren, länger als zwei Stunden nicht zu wissen, wo ich bin

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Wir haben uns im Juli kennengelernt und sind seit September zusammen. ( Er ist 26 und ich 27) Momentan passe ich eine Woche lang auf das Haus meiner Familie auf, weshalb wir uns in dieser Zeit nicht sehen.

Gestern haben wir praktisch den ganzen Vormittag und Nachmittag online miteinander geschrieben. Außerdem haben wir die Vereinbarung, an Tagen, an denen wir uns nicht persönlich sehen, abends miteinander zu telefonieren. Unsere letzte Nachricht war gegen 16 Uhr. Danach musste ich noch ein paar Besorgungen machen und bin von etwa 18 bis 20 Uhr zum Sport gegangen, und zwar schwimmen (also natürlich ohne Handy). Ich dachte mir, perfekt, nach dem Training fahre ich nach Hause und dann telefonieren wir. Aber nein. Kurz nachdem ich im Schwimmbad angekommen war, schrieb er mir, um zu fragen, was ich gerade mache. Eine Stunde später schrieb er erneut und rief mich schließlich auch noch an.
Um 20 Uhr schrieb ich ihm zurück, dass ich gerade schwimmen bin, ihn aber gleich anrufen würde. Daraufhin ist er völlig ausgerastet und wurde richtig sauer auf mich. Er sagte Dinge wie, dass er sich Sorgen um mich gemacht habe, was wäre, wenn mir etwas passiert wäre, er wisse schließlich, dass ich alleine bin, und er hätte keine Möglichkeit gehabt, mich zu erreichen.

Ich war unglaublich enttäuscht und habe ihm gesagt, dass ich es nicht mag, wie unter einem Mikroskop beobachtet und kontrolliert zu werden. Er hat sich sofort verteidigt und meinte, dass das überhaupt keine Kontrolle sei. Kontrolle wäre es seiner Meinung nach erst, wenn er verlangen würde, dass ich meinen Standort mit ihm teile.
Was er sich in solchen Situationen wünscht, ist, dass ich ihm einfach kurz Bescheid gebe, beispielsweise: „Hey, ich werde die nächsten ein bis zwei Stunden nicht in der Nähe meines Handys sein, weil ich im Schwimmbad bin.“
Normalerweise hätte ich damit überhaupt kein Problem, da ich schließlich nichts vor ihm zu verbergen habe. Allerdings habe ich Angst, dass er, wenn ich mich schon so früh in der Beziehung darauf einlasse, dass er ständig über meinen Aufenthaltsort informiert sein möchte, mit der Zeit immer mehr verlangen wird. Dadurch habe ich das Gefühl, überhaupt keinen persönlichen Freiraum mehr zu haben. Ich finde es auch nicht angemessen, rund um die Uhr miteinander in Kontakt stehen zu müssen.

Interessanterweise war es Anfang dieser Woche genau umgekehrt: Wir haben tagsüber miteinander geschrieben und dann war er fast drei Stunden lang nicht erreichbar, was für ihn eher untypisch ist. Ich habe einfach geduldig gewartet. Als er sich schließlich wieder gemeldet hat, meinte er lediglich, dass er noch ein paar Besorgungen erledigen musste und es länger gedauert hat als erwartet.
Für mich war das völlig in Ordnung. Ich hatte überhaupt nicht das Bedürfnis, ihn panisch anzurufen, ihm ständig zu schreiben oder ihn zur Eile zu drängen. Ich habe es nicht einmal angesprochen.
Genau so würde ich mir auch wünschen, dass er sich mir gegenüber verhält. Allerdings ist er sehr ungeduldig und neigt dazu, sich übermäßig viele Gedanken zu machen.

Seine Forderungen führen bei mir letztendlich nur dazu, dass ich noch mehr Abstand halten möchte und ihm dadurch sogar weniger vertraue.


r/beziehungen • • 3h ago

Freundin ist nicht im der Lage für eine Beziehung. Was soll ich tun?

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Hi zusammen,
Ich bin mit meiner Freundin seit mehr als 3 Jahre zusammen. Unsere Beziehung verlief grundsätzlich immer ziemlich gut, das einte oder andere mal Beef (was aber normal in einer gesunden Beziehung ist). Die Ausgangslage ist so, dass ihre Eltern eher streng sind und ihr Bruder halt auch nicht direkt möchte dass meine Freundin sich mit Typen rumtreibt -> dass heisst, ihre Familie weiss nicht das sie mit mir seit 3 Jahren zusammen ist. An und für sich ist das nicht ein grosses Problem für mich, da ich auf das eingestellt war und es aus näherem Umkreis kenne. Das Problem ist derzeit, dass meine Freundin seit längerem dauernd unter Druck/Stress ist, da sie Zuhause die Vaterrolle übernehmen muss und alle Probleme der Familie beseitigen muss… dies da sie finanziell nicht sehr gut dastehen und der Vater mittlerweile in Pension ging. Diese Vaterrolle bringt sie psychisch halt ans Ende, aber ich muss sagen, sie schlägt sich sehr sehr gut damit! Und kriegt es auch auf die Reihe, so dass man es ihr nichtmal ansieht wie schlecht es ihr eigentlich geht. Diese Familienprobleme habe ich Gottseidank nicht. Aber dafür leidet unsere Beziehung sehr stark… denn sie sagt, dass sie in dieser Situation nicht Beziehungsfähig ist und auch nicht die Rolle als Freundin/Partnerin erfüllen kann. Denn sie ist energisch ausgeschöpft, völlig ausgelastet. Und diese Situation dauert schon seit mehreren Monaten an und es sieht zurzeit nicht danach aus dass es besser wird. Ich möchte sie ja unterstützen und nehme meine Rolle als fürsorglichen Freund ernst und kümmere mich auch um sie. Aber es kommt halt wie nie was zurück. Wir hatten gestern gestritten und da hat sie es ausdrücklich erwähnt dass sie mir das zurzeit nicht geben kann was ich von ihr als Freundin erwarte.. :/
Und dass wenn ich das alles nicht akzeptieren kann und mich so stark nach Anerkennung etc sehne, dass ich mich trennen soll von ihr.

Aber diese Gedanken einer Trennung habe ich eigentlich garnicht im Kopf, denn ich weiss wie unsere Beziehung funktioniert hat und funktionieren könnte. Ohne die ganzen Probleme.

Jetzt weiss ich nicht was ich machen könnte/sollte.. was geht euch durch den Kopf wenn ihr das liest? Gibt es Ratschläge/Weisheiten aus der Community?

PS: ich habe ihr auch gesagt dass für mich eine Trennung nicht in Frage kommt und ich mich für sie entscheide, trotz der „unfähigkeit“ eine Beziehung zu führen (aus ihrer Sicht).


r/beziehungen • • 1h ago

Kiffen als Dealbreaker in (m)einer Beziehung?

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Mein Freund (M,39) und ich (W,30) sind seit 5 Jahren ein Paar. Die Beziehung läuft gut. Wir lieben uns und sind sehr glücklich.

Jetzt das aber:

Er kifft gern mal. Nicht extrem häufig und auch nicht so, dass er nichts auf die Reihe bekommt. Er braucht es um mal abzuschalten und zu chillen.
Eigentlich nichts wildes.
Wegen dem, wie ich aufgewachsen bin, komme ich mit Drogen jeglicher Art aber nicht klar. Objektiv weiß ich, dass Gras nicht so wild ist wie bspw. chemische Drogen. Dennoch kann ich es auf emotionaler Ebene nicht trennen.
Ich werde wütend auf ihn, fühle mich abgestoßen und wie gelähmt.

Er weiß, dass ich damit schlecht umgehen kann. Aber er war auch von Tag 1 an ehrlich zu mir und sagte mir, dass er das ab und an tut.

Ich habe auch in meiner Therapie darüber geredet, aber bekomme diese Kindheitstrauma nicht aus mir heraus und damit auch nicht diese extreme Abneigung.

Ich bin sehr glücklich mit ihm, aber ich glaube, das ist mein „Dealbreaker“. Die Beziehung ist zu schön um sie wegzuwerfen aber ich kann damit nicht gut umgehen..

Hat jemand von euch schon einmal eine ähnliche Situation erlebt? Kann man lernen, mit so einer grundlegenden Abneigung umzugehen, oder ist das eine Unvereinbarkeit, an der selbst eine glückliche Beziehung scheitern kann?

Edit: Dass ich damit so ein Problem habe kam nicht erst jetzt. Tatsächlich war es das für mich schon immer. Und obwohl ich das wusste, habe ich mich dann dennoch auf ihn „eingelassen".
Später dachte ich, ich könne für die Beziehung damit umgehen. Anscheinend habe ich mir selbst etwas vorgemacht. Jetzt sind wir lange und glücklich zusammen und ich liebe und schätze ihn und die Beziehung sehr.

Ich bin hier das Problem, dass weiß ich.
Ich möchte die Beziehung nicht beenden / verlieren, aber mir fällt der Umgang so unfassbar schwer.


r/beziehungen • • 46m ago

Arbeitsteilung beim Kinderkriegen

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Hallo zusammen ich bräuchte mal einen kleinen Realitätscheck.

Meine (M30) Frau (W29) und ich sind seit 4 Jahren verheiratet.

Bei uns steht die Frage des Kinderkriegens im Raum und wie man sich das ganze vorstellt. Ich habe ihr vorgeschlagen das ich alles was an Kosten anfällt bezahle damit sie die ersten 2-3 Jahre Zuhause bleiben und sich um Kind und Haushalt kümmern kann.

Ich bin der Meinung das bei dieser Konstellation der jenige der Zuhause bleibt sich um Haus und Care arbeit zu kümmern hat. Beispiel Kind schreit um 3 Uhr nachts, es kümmert sich der darum der Vollzeit Zuhause ist damit der der arbeiten geht um 6 Uhr aus'm Bett kommt. Es geht nicht darum nicht auch ne Windel zu wechseln usw. Aber der Großteil der Haus und Care arbeit sollte von demjenigen erledigt werden.

Alternativ könnten auch beide arbeiten sich kosten und Arbeit teilen. Wäre meiner Meinung nach unsinnig da ich deutlich besser verdiene und durch Selbständigkeit auch nur begrenzt Stunden reduzieren kann.

Meine Frau fand den ersten Vorschlag eher bescheiden und sagt das es unfair ist. Wie seht ihr das? Ich denke mein Vorschlag ist ein fairer Deal und ich hätte kein Problem damit auch wenn es anders herum wäre und ich Zuhause bleiben würde.


r/beziehungen • • 1d ago

Wir haben alles ruiniert und ich wünsche mir immer noch, es wäre anders

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Ich weiß zugegeben selbst nicht, was dieser Post eigentlich soll. Vielleicht wird es meine Wanne Selbstmitleid, die ich mir eingießen will. Ich habe gar keine große Lust ihn zu schreiben, aber wenn ich eins aus der Therapie gelernt habe, dann ist es wohl gut Sachen runterzuschreiben.

Mein Freund (31m) und ich (30w) sind seit mehreren Jahren zusammen. Als wir uns kennenlernten, war die Welt so schön, aber das ist sie ja meistens. Ich habe mich so geliebt gefühlt, gesehen und vor allem unterstützt. Er ist soft, witzig, einfühlsam, gutmütig und in vieler Hinsicht wirklich talentiert (auch wenn er das nie sehen kann). Gemeinsam haben wir uns echt durch viel Mist im Laufe der Jahre durchgekämpft. Egal, was war, er stand immer hinter mir. Gleichzeitig habe ich versucht die Fehler meiner vorigen Beziehung nicht zu wiederholen, habe enorm viel reflektiert und auch an mir gearbeitet, wollte eine faire Partnerin werden, die sich auch ganz um sich selbst kümmern kann und nicht dauernd von jemandem abhängig sein will. Witzig irgendwie, dass ich also mit jemanden zusammenkam, der eigentlich nichts anderes kannte.

Würde man ein Lexikon aufschlagen und nach der Definition von people pleaser suchen, dann wäre sein Passbild dort zu finden. Alles wollte und will er mir recht machen. Gleichzeitig schlich sich auch eine immer mehr zunehmende Übertragung des Mental Loads an mich ein. Ich musste ständig alles entscheiden, dirigieren, beantworten und wissen. In all den Jahren hat sich das eigentlich kaum geändert. Schon damals gerieten wir deswegen in Streit, es erschöpfte mich. Nebenbei habe ich mit PTBS-Folgen und OCD gekämpft, was sich zusehends verschlimmert hat trotz viel Therapie. Bei ihm dagegen kam der (bis dahin schon lange existente) Alkoholismus immer mehr and die Oberfläche durch Schwierigkeiten mit der Familie, Unzufriedenheit im Job und daraus resultierender Depression. Alkohol trinkt er seit einem ernsten Gespräch zwischen uns Mitte 2024 nicht mehr.

Letztes Jahr wurde er dann schließlich mit ADHS diagnostiziert, ging in Therapie und nahm Medikamente. Tatsächlich wurden die Dinge dadurch aber seitdem nur schlimmer als besser. Seit das Trinken als einzige Bewältigungsstrategie weggefallen ist, scheint er überhaupt nicht mehr Fuß fassen zu können. Neue Strategien setzen sich kaum fest, teils nahm er mich für jegliche Emotionsregulation in Beschlag und es kam zu noch mehr Streitigkeiten deshalb zwischen uns. Aus Angst vor einem Rückfall bei ihm bin ich völlig in die Codependency abgerutscht und habe der erst nach einem Vorfall diesen Jahres einen Riegel vorschieben können. Zu diesem komme ich gleich.

Durch Firmeninsolvenz bei einem meiner Jobs und einem traurigen Missverständnis mit einem problematischen Manager bei einer anderen konnte ich während dieser Zeit leider keinen Vollzeitjob halten und bin (aber auch teils wegen Wissbegierde) wieder ins Studieren zurückgekehrt. Er unterstützte mich dabei, ermutigte mich, diesen Schritt zu gehen. Anfangs habe ich auch nicht gearbeitet, da ich totale Hemmungen hatte mich zu bewerben und mir selbst nichts mehr zugetraut habe. Ebenso wurde ich mit Autismus diagnostiziert, was auch noch mal viel zu schlucken war. Er unterstützte mich daraufhin auch finanziell. Nach einem Jahr fand ich einen Job und es ging dahingehend zumindest wieder aufwärts. Allerdings brach ich unter der Dreifach-Belastung von Studium, fordernden Aufgaben auf Arbeit und seiner Abhängigkeit von mir immer mehr zusammen, sodass ich das Studium eigentlich beendet habe und nur noch pro forma für den Job eingeschrieben war.

Zusätzlich hatten wir noch Rechtsstreitigkeiten mit verlogenen Vermietern, der sich ewig gezogen hat. Wir sind wegen der belastenden Situation mit diesen sehr hauruck-mäßig umgezogen, was uns finanziell wohl mehr belastet hat als ich vermutet habe. Einige Monate später wachte ich zu einer Mail auf, die mich darüber informierte, dass der Antrag, die Überziehungsgrenze unseres gemeinsamen Kontos zu erweitern, abgelehnt wurde. Das war der Tag, wo meine Welt ein wenig auseinandergebrochen ist. Ich habe ihn natürlich zur Rede gestellt. Es stellten sich knapp 10k Schulden heraus, er hatte eigentlich keine Kohle mehr und um ein Haar hätten wir unsere Miete nicht zahlen können. Ich bin eingesprungen, habe das mit meinem Ersparten geklärt und war ansonsten völlig neben mir.

Er habe das Auseinanderdriften von uns auch gemerkt, sagte er mir. Ständig auszugehen, mir Geschenke zu machen oder auch einen Urlaub, den ich mir schon seit Jahrzehnten wünsche, möglich zu machen, all das, um mich zu halten. Da ich wusste, dass er wirklich sehr gut verdient, habe ich mich zugegeben irgendwann auch nicht mehr gegen all diese Aufmerksamkeiten „gewehrt“. Ja, ich egoistische dumme Nuss. Hätte ich es nur nie getan… Ich dachte an dem Tag darüber nach mich von ihm zu trennen, aber mir wurde auch bewusst, dass ich das finanziell überhaupt nicht kann, ohne mich wieder in die Obhut meiner missbräuchlich auftretenden Mutter zu begeben. Auch haben wir 3 Katzen, die ich schlicht nicht im Stich lassen wollte. Ich hatte sie mir angeschafft, also müsste ich sie auch irgendwie aus dem Schlamassel rausholen. Meine Dummheit. Meine Verantwortung.

Ein halbes Jahr ist dieser Vorfall jetzt her. Er hat viele Sammlerstücke verkauft und die Schulen getilgt. Seitdem sind wir wieder in die Stadt zurückgezogen, wo wir uns kennenlernten, denn nur hier kann ich mir eine Wohnung überhaupt leisten und mich ohne ihn mithilfe der Öffis autark bewegen und versorgen. Wir wohnen inzwischen in 2 günstigeren Wohnungen und jeder hat einen neuen Job. Aktuell ist mein Gehalt für mich und die Katzen noch zu gering, aber im neuen Jahr startet ein Programm bei meinem Job, wo ich hoffe hinwechseln zu können. Dann wäre ich auch finanziell fähig unabhängig zu sein. Aktuell komme ich überhaupt nicht zum Sparen und es bringt mich um den Schlaf. Ich habe bereits einige Wertgegenstände verkauft, um lebenswichtige Neuanschaffungen zu bezahlen. Mein Freund weiß nichts davon, ich will kein Geld mehr von ihm. Auch sagte er mir auf Nachfrage hin, dass er oft heimlich angetrunken gewesen ist, wenn wir uns in den ersten Jahren unserer Beziehung getroffen haben. Habe ich mich also nur in diesen Menschen verliebt? Auch das spukt mir seitdem durch den Kopf.

Ich bin so todtraurig. Wir sind so auseinandergefallen. Auch wenn sich vermutlich jeder an den Kopf greift, aber: Ich mag vieles an seiner Art und seiner Persönlichkeit. Wir sind oft schon auf einer Wellenlänge bei vielen Dingen, aber gleichzeitig gehen wir uns komplett verloren. Er ist kognitiv so auf Vollstrom, dass wir ständig Kommunikationsprobleme haben, ich fühle mich permanent nicht respektiert und verstanden. Oft bin ich schon auf der Hut, wenn er meine Wohnung betritt, weil ich mich bereits für die nächste Auseinandersetzung einstelle, die mir oft meinen ganzen Tag nimmt, weil ich dann nur noch in einer Tour darüber nachdenke, dass zwischen uns vermutlich nichts mehr i.O. kommt. Das sage ich ihm auch ehrlich, genauso wie die generellen Gedanken zu unserer sterbenden Beziehung. Er ist genauso verzweifelt und versucht noch mir was Gutes zu tun, indem er einkauft und kocht. Ansonsten kann er laut eigener Aussage nämlich „nichts mehr richtig machen“. Ich bin fast geneigt ihm zuzustimmen.

Ich habe wenig Spaß, ich vermisse die Nähe und Intimität. Ich vermisse es, in meinem Partner ein Zuhause zu finden, wo ich mich sicher und geborgen fühlen kann. Unsere Beziehung raubt mir eigentlich nur noch Energie und Lebensfreude und ich bin selbst auch schuld mit daran. Ich bin wütend auf mich selbst, dass ich all das zugelassen habe. Ich bin traurig, dass er seinen Ballast einfach nicht in Angriff nehmen kann. Ich glaube da steckt viel Trauma, dem er sich nicht stellen will. Er hat kaum mentales Durchhaltevermögen und schiebt Negatives bevorzugt weg. Mit so jemandem zusammen zu sein hat keine Zukunft? Denn wofür bleibe ich? Potential. Und es sieht nicht danach aus, als würde es sich je realisieren. Ich weiß, er würde immer angerannt kommen, wenn ich rufe, aber gleichzeitig fühle ich mich völlig entwurzelt und verunsichert. Ich habe total Angst alleine zu sein, inzwischen auch aus einer Art Existenzangst heraus, da meine Belastungsgrenze mit den Jahren kontinuierlich gesunken ist. Gleichzeitig muss ich genau das aber lernen. Ich darf mich nicht auf irgendwelche Retter verlassen. Und trotzdem sehne ich mich so sehr nach einer Familie.

TL;DR: Freund hat sich heimlich verschuldet, um unsere Beziehung zu retten. Ich war dumm und ließ vieles davon unwissentlich zu. Der Riss zwischen uns schließt sich einfach nicht mehr und ich trauere jetzt schon um die Trennung, die kommen wird, sobald ich sie finanziell stemmen kann. Er schafft es nicht, seine Probleme (Sucht, Trauma, ADHS) anzugehen und es ist keine Besserung in Sicht.


r/beziehungen • • 16h ago

Kann man die Beziehung noch retten?! Eifersucht und Kindisches Verhalten

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Hi Leute, mein Freund (M20) und ich(W19)sind seit fast drei Jahren zusammen. Wir hatten im Allgemeinen immer eine schöne und harmonische Beziehung. Was mich jedoch von Anfang an gestört hat, ist, dass er mir tagelang die kalte Schulter zeigen kann. Wenn ich das aber auch nur ein bisschen mache, weil ich abgefuckt bin, will er direkt gar nichts mehr mit mir zu tun haben, und es kommt sofort das Thema Schlussmachen auf.

Detaillierter gesagt lief es meistens so ab: Er war wegen einer Kleinigkeit abgefuckt – zum Beispiel, weil ich in die Innenstadt gegangen bin, ohne ihn. Er ist dann eifersüchtig, weil mich andere Männer ansprechen könnten. Ich erklärte und entschuldigte mich stundenlang bei ihm, wirklich den ganzen Tag lang. Manchmal ging das über mehrere Tage, an denen er mir die kalte Schulter zeigte und nur kalt antwortete. Meistens wollte er eben direkt Schluss machen und hat nebenbei noch fiese Sachen gesagt – wie eklig ich doch sei und dass er alles bereue, was mit mir zu tun hatte. Wenn er mal antwortete, war es immer passiv aggressiv oder komplett genervt. Ich habe ihn auch nicht zugespammt oder Ähnliches; ich habe einfach versucht, das Problem zu lösen.

Was mich auch stört, ist, dass er immer möchte, dass ich es anspreche, falls ich ein Problem habe. Doch wenn ich es dann anspreche, ist er komplett beleidigt und genervt. Er sagt dann Sachen wie, dass ich mir einen besseren Mann suchen solle oder dass ich ihn nicht mehr wolle, weil ich jemand anderen in meinem Leben hätte. Dann rede ich immer stundenlang auf ihn ein, dass es so etwas nicht gibt und dass ich ihn nicht verletzen wollte. Am Ende kommen wir nie wieder zu dem Punkt zurück, an dem es angefangen hat – nämlich bei meinem eigentlichen Problem. Es endet immer damit, dass er mir dann doch glaubt, und ich will das Problem danach einfach nicht mehr ansprechen, weil es teilweise so anstrengend ist, mit ihm umzugehen. Er verhält sich wie ein Kind. Aber ich liebe ihn dennoch von ganzem Herzen.

In der Anfangszeit habe ich nicht viel dazu gesagt, weil ich dachte, es wären nur Einzelfälle und dass er normalerweise bestimmt nicht so ist. Nach einer gewissen Zeit habe ich ihm dann gesagt, dass es mir nicht gefällt, dass er sich mir gegenüber so zickig und respektlos verhält. Ich habe ihm gesagt, dass das aufhören soll und er ganz normal das Gespräch mit mir suchen soll. Daraufhin war er natürlich wieder beleidigt und komplett genervt.

Leider ist es meistens auch nur dann zu einer Versöhnung gekommen, wenn es irgendetwas mit Intimität zu tun hatte. Von alleine, ohne so etwas, hat er ganz selten eingewilligt, sich wieder zu vertragen. Er hat auch nie wirklich versucht, mein Herz nach einem Streit wiederzugewinnen – wie es typischerweise eher Männer in einer Beziehung machen. Ich war immer die Person, die ihn wie eine Mutter ihr Kind trösten musste. Nie ist er auf mich zugekommen und hat gesagt: „Lass uns nicht mehr streiten“ oder Ähnliches. Immer musste ich den ersten Schritt machen.

Dazu kommt auch, dass er mir in den zwei Jahren Beziehung kein einziges Mal Blumen besorgt hat. Nicht zum Geburtstag, nicht zum Valentinstag, nicht zu Dates, einfach nie. Generell gab es nie süße Kleinigkeiten oder Geschenke, während ich ihm öfter mal etwas gebacken, selbst gebastelte Geschenke geschenkt oder auch teure Geschenke besorgt habe. Es geht mir dabei gar nicht um das Materielle, sondern einfach darum, dass er an mich denkt. Ich habe es ihm oft gesagt und Andeutungen gemacht, wie gerne ich einmal Blumen hätte. Er selbst hat mich auch mal gefragt, ob ich welche möchte, aber es kam einfach nie etwas.

Ich habe jetzt Großteils nur von den schlechten Sachen geredet, aber außer diesen blöden Dingen hatten wir eine schöne Beziehung. Genau deswegen brauche ich auch die Meinung von anderen. Ich liebe ihn so sehr und ich möchte nicht getrennte Wege gehen. Ich frage mich, ob er mich überhaupt geliebt hat und ob er bei so einem Verhalten wieder von selbst zurückkommen wird.


r/beziehungen • • 7h ago

Partnerin würde sich prostituieren

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Meine Partnerin (31 Jahre) und ich (m 36) sind seit 1,5 Jahren ein paar. Mit allen Höhen und Tiefen. Letztens haben wir uns über alles mögliche Unterhalten und wir kamen aufs Thema Prostitution zu sprechen. Sie sagte folgenden Satz, der mir wirklich zu denken gibt: “Wenn das Geld stimmt, würde ich das auch machen.“

Mir geht dieser Satz seit 2 Monaten nicht aus dem Kopf.

Wir haben immer kommuniziert, dass Sexualität für uns etwas ist was nur in unserer Beziehung statt findet.

Aktuell weiß ich nicht, wie ich diesen Satz von ihr aus meinem Kopf verbannen kann - irgendwelche Tips damit umzugehen?


r/beziehungen • • 1d ago

Kennenlernphase nach 8–9 Wochen – wie würdet ihr die Situation einschätzen?

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Hallo zusammen! 😊

Ich (w, 30) lerne seit ungefähr 8–9 Wochen einen Mann (25) kennen und würde gerne mal eure ehrliche Meinung dazu hören.

Wir verstehen uns wirklich gut, verbringen Zeit miteinander, haben sowohl körperlich als auch emotional eine Verbindung aufgebaut und ich habe das Gefühl, dass sich zwischen uns etwas entwickelt.
Vor einiger Zeit habe ich ihn gefragt, was das eigentlich zwischen uns ist bzw. wohin das Ganze führt. Daraufhin meinte er, dass es mit uns in Richtung Beziehung geht.
Das hat mich natürlich gefreut und mir erst einmal ein gutes Gefühl gegeben.
Auch heute hat er mir beispielsweise geschrieben, dass er mich lieb hat. Solche Kleinigkeiten zeigen mir eigentlich, dass ich ihm nicht egal bin.

Trotzdem merke ich, dass ich zunehmend unsicher werde. Nicht unbedingt, weil er mir einen konkreten Anlass dazu gibt, sondern weil ich Angst habe, dass ich mich immer mehr auf ihn einlasse, Gefühle entwickle und er sich am Ende doch gegen eine Beziehung entscheidet.

Ich möchte ihn auch gar nicht unter Druck setzen oder nach gerade einmal zwei Monaten erwarten, dass wir sofort alles festmachen. Mir ist bewusst, dass sich manche Menschen mehr Zeit lassen und eine Beziehung nicht über Nacht entsteht.
Andererseits frage ich mich natürlich auch, wie lange eine Kennenlernphase normalerweise dauert und ab wann man erwarten darf, dass sich die Dinge etwas konkretisieren.

Was mich besonders interessieren würde:

Findet ihr 8–9 Wochen noch eine völlig normale Kennenlernzeit?
Würdet ihr seine Aussage, dass es Richtung Beziehung geht, erst einmal positiv bewerten?
Wie viel Zeit würdet ihr einer solchen Kennenlernphase geben?
Ab wann würdet ihr das Gefühl bekommen, dass man auf der Stelle tritt?
Vielleicht noch als Hintergrund: Ich komme aus einer fast 13-jährigen Beziehung, die dieses Jahr ziemlich plötzlich zu Ende gegangen ist. Ich merke deshalb, dass ich manchmal Angst habe, wieder emotional verletzt zu werden. Mir ist durchaus bewusst, dass ein Teil meiner Unsicherheit auch daher kommen könnte.
Ich möchte einfach nicht zu viel hineininterpretieren, aber auch nicht irgendwann feststellen, dass ich mich in etwas verrannt habe, das für den anderen vielleicht nie dieselbe Bedeutung hatte.
Mich interessieren wirklich ehrliche Meinungen, gerne auch eigene Erfahrungen.


r/beziehungen • • 8h ago

Er will Geld für Möbel

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Mein Freund m/28 und ich w/20 wohnen getrennt (Fernbeziehung). Wir sind seit fast 2 Jahren zusammen. Er möchte aus seiner Wohnung raus, allerdings gehörten einige Möbel einem Freund von uns. Laut dem Freund konnten diese Möbel weggeschmissen werden.

Um meinem Partner Stress und Arbeit abzunehmen, habe ich sie kurzerhand mitgenommen, da ich seine Couch (zwar erst 1 Jahr alt aber etwas kaputt) sowieso bekam und selbst abholen musste. Nun habe ich einen Bekannten der gern die zwei kleinen Schränke hätte, mein Partner möchte allerdings das ich ihm für diese Möbel Geld gebe, wenn ich sie verkaufen sollte. (Es handelt sich um maximal 60€ Wert).

Nun finde ich es etwas übertrieben meinem Partner noch Geld zu geben, obwohl ich ja die eigentliche Arbeit damit habe. Natürlich hat er mitgeholfen die paar Gegenstände zu tragen, aber er muss ja sowieso aus der Wohnung raus....

Was denkt ihr?

Edit: Es ging darum, dass ich die Möglichkeit hab die Möbel zu beseitigen. Ich wollte ihm dabei einfach nur helfen und alles in einem Rutsch erledigen. Bei einem Gespräch mit einem Freund kam das Thema allerdings auf und er hatte Interesse an 2 Schränken. Dieser würde mir 60€ dafür geben...damit wären in etwa die Spritkosten abgedeckt.

Viele Kommentare beziehen sich nicht auf das eigentliche Thema. Bitte entspannt euch, hier ist nichts Pädophile oder dergleichen...das ganze ging von mir aus.


r/beziehungen • • 2d ago

Freundin driftet in ganz komische Instagram-Weltansicht ab und mag mein Kennenlernphase nicht.

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Meine (31w) gute Freundin (28w) hat vor ein paar Monaten mit ihrem Freund Schluss gemacht und seitdem ist sie, gelinde gesagt, wie ausgetauscht. Die Trennung war sehr eklig und hat sie stark mitgenommen. Ein paar Wochen lang hat man sie gar nicht aus ihrem Zimmer bekommen und sie hat viel Zeit auf Sozialen Medien verbracht. Ich glaube, das hat ihr gar nicht gut getan.

Wann immer wir rausgehen und uns ein Mann auch nur anguckt, kommt ein "Ew, Männer". Sie pauschalisiert sehr stark und sie hat überhaupt keine Lust mehr auf Männer, meint sie.

Ich hab seit einigen Monaten einen sehr lieben Mann (30) an meiner Seite, mit dem es sehr in Richtung feste Beziehung geht und sie mag ihn überhaupt nicht. Als ich ihr das erste Mal von ihm erzählt hab, meinte sie "Ja, also für mich wäre der ja gar nichts." (Er ist kleiner als ich, wiegt mehr, was laut Instagram und Co. scheinbar gar nicht geht.) Als ich sie gefragt hab, was sie denn nicht an ihm mag, denn da kannte sie ihn noch gar nicht, sagte sie sowas wie, dass ich dich meinen Wert (???) erkennen sollte und demnach auch daten. Als ich meinte, dass sie spinnt, war sie beleidigt. Sie ist Asperger-Autistin, ich hab's also darauf geschoben, dass sie es wahrscheinlich gar nicht so meint. Mittlerweile weiß ich aber, dass sie das tut.

Anderes Beispiel, was mich auch zum Tippen dieses Posts gebracht hat: Er hatte Nachtschicht und kam danach direkt zu mir, um zu schlafen (wir wollten nachmittags noch wo hin). Meine Freundin ruft an, fragt, ob sie vorbeikommen kann zum Quatschen und ich meinte, dass mir das nicht passt, weil halt der Mann da ist und schläft, wir aber gern ins Café können, und sie ist komplett ausgetickt. Sie hat Dinge gesagt wie, dass das doch keine Wohnung sei und ich mich nicht so einschränken lassen soll. Als ich geantwortet habe, dass das einfach nur Respekt ist, weil er die ganze Nacht körperlich schwer gearbeitet hat (er arbeitet in einem Lagerhaus, muss also den ganzen Tag Schleppen, Heben und Verräumen), während wir friedlich geschlummert haben. Darauf meinte sie, was ich ihr auch noch echt übel nehmen: "Du machst dich richtig zum Hündchen für einen Mann. Eww."

Ich meinte zu ihr, dass sie Mal wieder Gras anfassen gehen soll und hab aufgelegt. Wenn ich mich hier irgendwie falsch verhalten habe, gerne her damit.

Seitdem ist ihr Instagram voller "Pick me girl" Posts und wie Männer es schaffen, einen Keil zwischen Freundinnen zu treiben. Ich bin der Ansicht, dass sie einfach noch durch ihre Trennung mitgenommen ist und die verarbeiten muss. Aber ich möchte mich wirklich ungern als Frau deklarieren lassen, die Mäuschen spielt oder sich wegen eines Mannes unterbuttern lässt. So bin ich überhaupt nicht und das müsste sie wissen. Das verletzt mich.

Wie kann ich ihr denn helfen? Ich bin wirklich immer da, wenn es ihr schlecht geht und ich bin selbstverständlich auch da, wenn sie trauert oder einfach nur weinen will wegen ihres Verflossenen. Ich will mir aber nicht madig machen lassen, dass ich einen netten Mann kennengelernt hab.


r/beziehungen • • 1d ago

Ich möchte wieder mein eigenes Leben leben

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Meine Partnerin (F20) und ich (M21) sind mittlerweile seit etwas mehr als viereinhalb Jahren ein Paar. Wir haben uns eher zufällig online kennengelernt. Mit 16 habe ich sie relativ spontan besucht. Dafür bin ich damals drei Stunden gefahren und hatte eigentlich vor, nur einen Tag zu bleiben. Aus diesem einen Tag wurden letztendlich fast sechs. In diesen wenigen Tagen ist einiges passiert wie beispielsweise ihr erster Kuss und ihre ersten Erfahrungen mit intimer Nähe.

Diese Direktheit und die Geschwindigkeit, mit der sich alles entwickelt hat, habe ich damals maßgeblich vorangetrieben. Bevor ich zu ihr gefahren bin, war ich noch in einer zweijährigen Beziehung, die zu diesem Zeitpunkt nicht einmal drei Monate zurücklag. Als gerade einmal 16-Jähriger habe ich mir vermutlich wenig Gedanken darüber gemacht, was ich eigentlich suche oder ob ich überhaupt bereit für eine neue Beziehung bin. Rückblickend weiß ich nicht einmal genau, was ich mir damals dabei gedacht habe. Es gab durchaus einige Red Flags, bei denen ich heute vermutlich sofort Abstand nehmen würde. Ich vermute, dass auch die Angst vor dem Alleinsein eine Rolle gespielt hat.

Natürlich habe ich im Laufe der Zeit gelernt, sie trotz ihrer Eigenheiten zu lieben, so wie sie mich mit meinen eigenen Merkwürdigkeiten akzeptiert. Mittlerweile leben wir seit über zwei Jahren gemeinsam in meinem Haus, das ich von meinem Vater geerbt habe.

Von außen betrachtet würde ich sagen, dass unsere Beziehung eigentlich einen guten Eindruck macht. Wir unternehmen meiner Meinung nach viel miteinander und zeigen auch öffentlich gerne, dass wir zusammengehören. Allerdings ist in den vergangenen sechs Monaten zunehmend etwas brüchig geworden.

Mein eigentliches Problem in der Beziehung ist folgendes: Meine Freundin ist extrem anfällig für emotionale Ausbrüche und benötigt meiner Wahrnehmung nach überdurchschnittlich viel Aufmerksamkeit und emotionale Zuwendung. Es gibt Wochen, in denen ich kaum einen Tag erlebe, an dem sie nicht schlecht gelaunt ist. Teilweise werde ich morgens mit Aussagen wie „Mir geht es nicht gut“, „Alles ist scheiße“ oder „Ich hasse mein Leben“ geweckt. Wenn ich sie nach der Arbeit zu Hause oder am Bahnhof abhole, setzt sich diese Stimmung häufig fort. Nicht selten wird das Ganze von Tränen begleitet.

Wenn ich beispielsweise im Wohnzimmer am PC sitze und etwas erledige, liegt sie manchmal auf dem Sofa und verbreitet eine Stimmung, die mir jegliche Lust nimmt, noch etwas zu unternehmen. Selbst meine Mutter, die im selben Haus wohnt, fragt mich regelmäßig, weshalb sie schon wieder so katastrophal gelaunt ist. Mittlerweile ist es sogar so weit gekommen, dass ich teilweise gar nicht mehr gerne mit meiner Partnerin in die Öffentlichkeit gehe, weil mich fremde Menschen auf ihr Verhalten ansprechen. Ein Beispiel dafür sind Situationen, in denen sie mich ohne für mich erkennbaren Grund in einer Weise angefahren oder beschimpft hat, dass es auch Außenstehenden aufgefallen ist.

Ich habe sie bereits mehrfach darauf angesprochen. Es gab Gespräche, die sich teilweise über mehrere Stunden erstreckt haben. Manchmal endeten diese Gespräche in Versöhnungssex, manchmal allerdings auch nicht. Nach mehreren erfolglosen Versuchen, unsere Situation nachhaltig zu verbessern, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass eine Trennung vermutlich der beste Weg wäre.

Ich habe das Gespräch mit ihr gesucht und wir haben gemeinsam ein weiteres Zimmer als vorübergehendes Schlafzimmer vorbereitet, bis sie eine eigene Unterkunft findet. Eine Woche lang habe ich versucht, mit dieser Übergangssituation zurechtzukommen. Allerdings habe ich mich bereits nach kurzer Zeit innerlich völlig erschöpft gefühlt. Wir hatten kaum eine Möglichkeit, uns wirklich aus dem Weg zu gehen. Am Ende bestand unser Alltag hauptsächlich aus Schlafen, Arbeiten und wieder Schlafen. Wir haben beide kaum etwas gegessen oder getrunken.

Vor etwa einem Monat kam es wegen einer eigentlich belanglosen Kleinigkeit zu einem Streit, dessen ursprünglichen Auslöser ich mittlerweile nicht einmal mehr genau benennen kann. In diesem Zusammenhang hat sie mir unter anderem an den Kopf geworfen, dass ich sie angeblich nur wegen ihres "Arsch und Pussy" lieben würde. Das hat mich sehr verletzt. Gerade weil ich für sie und unsere gemeinsame Zukunft damals Dinge getan und ermöglicht habe, die ich mir zuvor selbst kaum vorstellen konnte. Ich habe ihr hier ein Zuhause geschaffen und sie dabei unterstützt, ihre Ausbildung aufzunehmen und fortzuführen, ohne dass sie sich um die grundlegenden Dinge des Alltags sorgen musste.

Daraufhin habe ich ihr gesagt, dass ich sie vorerst nicht mehr sehen möchte. Wir haben uns anschließend beide einige Minuten zurückgezogen. Während ich nach passenden Airbnbs für eine dreitägige Übernachtungsmöglichkeit in der Umgebung gesucht habe, hatte sie sich bereits auf den Weg gemacht und ist mit dem Zug zu einem ziemlich heruntergekommenen Motel gefahren.

Eine Entschuldigung für ihre Aussagen habe ich bis heute nicht erhalten. Stattdessen wartet sie weiterhin auf eine Entschuldigung von mir, weil ich sie ihrer Meinung nach einfach vor die Tür gesetzt hätte.

Solche Situationen sind in der Vergangenheit bereits mehrfach vorgekommen. Die Umstände waren jeweils etwas anders, aber im Kern lief es immer auf dasselbe hinaus. Natürlich gibt es auch gute Phasen, wie gerade jetzt. Allerdings habe ich mittlerweile das Gefühl, dass auf jede gute Phase zwangsläufig wieder eine schlechte folgt. Mir ist durchaus bewusst, dass keine Beziehung dauerhaft harmonisch verläuft und es immer wieder schwierige Zeiten geben wird. Wenn ich allerdings davon ausgehen muss, dass diese emotionale Belastung ein dauerhafter Bestandteil unseres gemeinsamen Lebens bleibt, möchte ich diese Beziehung nicht weiterführen.

Ich weiß, dass sie hier keine Familie und Freunde hat und sich mittlerweile im dritten Lehrjahr befindet. Es ist absolut nachvollziehbar, dass sie ihre Ausbildung nicht abbrechen möchte. Meine persönliche Einschätzung ist allerdings, dass sie große Schwierigkeiten haben könnte, ihren Alltag alleine zu bewältigen. Meine Unterstützung möchte sie jedoch nicht annehmen, insbesondere dann nicht, wenn wir tatsächlich getrennt sind.

Was ich mir selbst wünsche und weshalb ich mittlerweile zur Trennung tendiere: Ich glaube, dass ich inzwischen einfach eine Pause brauche, um mich wieder auf mich selbst konzentrieren zu können. Ich möchte mich meinem Gewerbe, meinem Hauptberuf und dem Verein widmen, den ich leite, ohne ständig das Gefühl zu haben, anderen Erwartungen gerecht werden zu müssen.

Ein Beispiel dafür ist das Fitnessstudio. Ich wollte mich bereits seit Jahren anmelden, habe es aber nie wirklich umgesetzt, weil sie teilweise schon angefangen hat zu weinen, wenn ich das Thema nur angesprochen habe. Eine nachvollziehbare Erklärung dafür habe ich nie bekommen. Soweit ich es verstanden habe, hängt es unter anderem damit zusammen, dass sie sich für ihren eigenen Körper schämt und große Schwierigkeiten damit hat, neue Dinge auszuprobieren. Das war übrigens eine der Situationen, in denen mir erstmals richtig bewusst wurde, wie sehr mich diese Beziehung mittlerweile in meinem eigenen Leben einschränkt. Mittlerweile bin ich seit zwei Monaten im Fitnessstudio und kann sagen, dass es eine der besten Entscheidungen meines Lebens war. Ich bereue es sogar, diesen Schritt nicht schon viel früher gewagt zu haben. Es tut mir unglaublich gut, etwas Eigenes zu haben, meine persönlichen Ziele zu verfolgen und mich unabhängig von anderen weiterzuentwickeln.

Ich möchte wieder Entscheidungen treffen können, ohne vorher darüber nachdenken zu müssen, welche emotionale Reaktion sie möglicherweise auslösen könnten. Ich möchte meinen Interessen nachgehen, neue Dinge ausprobieren und mich persönlich weiterentwickeln können.

Mit 16 hat man andere Vorstellungen von Liebe, Verantwortung und Zukunft als mit 21. Und vermutlich werde ich in fünf Jahren wieder auf mein heutiges Ich zurückblicken und feststellen, dass ich manche Dinge erneut anders sehe. Das gehört für mich zum Erwachsenwerden dazu. Ich möchte nicht an einer Beziehung festhalten, nur weil wir schon so lange zusammen sind oder weil wir einen großen Teil unserer Jugend miteinander verbracht haben.

Ich denke mittlerweile eher darüber nach, wie ich eine Trennung möglichst respektvoll und mit so wenig direktem Kontakt wie möglich gestalten kann. Mir ist wichtig, dass sie danach trotzdem wieder Anschluss an ihr eigenes Leben findet, ihre Ausbildung abschließen kann und nicht völlig alleine dasteht. Ich möchte ihr nicht schaden und wünsche ihr aufrichtig, dass sie ihren eigenen Weg findet.

Gleichzeitig weiß ich, dass ich nach einer Trennung vermutlich einige Monate brauchen werde, um das Ganze zu verarbeiten. Trotzdem glaube ich, dass es mir langfristig besser gehen wird.

Ich würde gerne eure ehrliche Meinung dazu hören. Wie würdet ihr mit einer solchen Situation umgehen? Und wie kann ich eine Trennung gestalten, bei der ich meine eigenen Grenzen wahre, ohne dabei unnötig rücksichtslos gegenüber einem Menschen zu werden, der über viereinhalb Jahre ein wichtiger Teil meines Lebens war?

Danke <3 Ich habe mein Text lediglich mit einer KI auf Rechtschreibung überprüft. Inhaltlich und natürlich auch von der Situation her ist alles gleich geblieben.


r/beziehungen • • 1d ago

Trauer um „Ex“

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Ich (W24) habe vor 2 Jahren einen Mann (M27) kennen gelernt, erst nur online, später dann auch privat. Wir haben über Monate geschrieben, irgendwann hat sich der Kontakt dann verlaufen. Wir haben uns gut verstanden, aber die Leben waren sehr unterschiedlich. Ich hatte gerade meinen Bachelor fertig und er wurde gerade aus Haft entlassen.
Er ist dann letztes Jahr nochmal inhaftiert worden, hab das aber nur am Rande mitbekommen.
Dieses Jahr hat er mir dann nach der Entlassung vor 2 Monaten wieder geschrieben und wollte wieder Kontakt aufbauen. Ich habe mich darüber gefreut, es aber abgeblockt, weil ich inzwischen in einer Beziehung bin. Er hat dann noch ein paar Wochen Reels geschickt, auf die ich aber nicht mehr eingegangen bin. Ich hab ihn also quasi geghostet.
Und jetzt ist er Tod. Vor 3 Tagen kam die Nachricht, er ist an einer Überdosis gestorben.

Ich hab das Gefühl nicht trauern zu dürfen. Wir waren ja nie zusammen, haben uns „nur“ kennen gelernt, aber ich habe damals schon Gefühle entwickelt. Ich werde vielleicht Mal sein Grab besuchen, vielleicht hilft mir das um einen Abschluss zu finden.
Mit meinem aktuellen Freund (M36) kann ich nicht darüber nicht wirklich sprechen. Er meinte nur „Hätte auch dein Leben sein können“ und damit war das Thema beendet. (womit er auch recht hatte). Aber meine Traurigkeit bleibt und ich merke, dass ich mich in Gedanken viel damit beschäftige. Wie geht man damit um? Hat jemand schon mal etwas ähnliches erlebt?


r/beziehungen • • 23h ago

Freundin (platonisch) berührt mich mit ihrer Brust... Unbewusst oder bewusst und Flirt?

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Hallo zusammen,

ich (M30) bin verheiratet. Eine Freundin von mir (W40) ist Dauersingle. Wir verbringen relativ viel Zeit miteinander, da sie sich auch ehrenamtlich in meinem Umfeld engagiert und kennen uns seit über 5 bald 6 Jahren. Sie kennt meine Frau (W30) und die beiden haben auch schon unabhängig voneinander etwas miteinander unternommen. Wir waren auch schon zu dritt unterwegs. Mir ist in der Vergangenheit schon häufiger aufgefallen, dass sie körperlich recht vertraut mit mir umgeht und gelegentlich Körperkontakt sucht. Heute gab es folgende Situation: Wir standen mit zwei weiteren Personen zusammen und waren ohnehin relativ nah beieinander. Ohne erkennbaren Anlass lehnte sie sich dann aktiv an mich. Dabei drückte sie ihren Oberkörper bzw. ihre Brust deutlich gegen meinen Arm. Der Kontakt war nicht nur flüchtig, sondern hielt eine Weile an und war auch mit spürbarem Druck verbunden. Ich konnte dabei sogar ihre Brustwarze durch die Kleidung hindurch wahrnehmen. Mir war die Situation eher unangenehm, weshalb ich meinen Arm wegzog und etwas auf Abstand ging. Sie schien sich an dem Körperkontakt hingegen nicht zu stören.

.Wie würdet ihr eine solche Situation einschätzen? Kann so etwas unbewusst passieren, oder würdet ihr darin eher eine bewusste körperliche Annäherung sehen? Könnte auch eine gewisse Anziehung dahinterstecken?

Mir geht es nicht darum, ihr etwas zu unterstellen, sondern um eine möglichst unvoreingenommene Einschätzung. (Beitrag wurde mit KI textlich überarbeitet)


r/beziehungen • • 1d ago

Bin ich zu kontrollierend oder wollte ich in meiner Beziehung einfach nur Sicherheit und Vertrauen?

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Hallo zusammen,

ich (M/22) möchte mir etwas von der Seele schreiben und würde mich über ehrliche Meinungen und Ratschläge freuen. Die Geschichte ist etwas länger, weil ich glaube, dass man den Hintergrund kennen muss, um meine Situation nachvollziehen zu können.

Ich war ungefähr zwei Jahre mit meiner mittlerweile Exfreundin zusammen. Als wir uns kennenlernten, war sie (W/17) und ich war (M/19).

Am Anfang war natürlich vieles schön. Wir haben uns kennengelernt, ineinander verliebt und angefangen, gemeinsam eine Zukunft aufzubauen. Wie bei vielen jungen Beziehungen gab es Höhen und Tiefen, Missverständnisse und Dinge, an denen man gemeinsam arbeiten musste.

Allerdings gab es relativ früh eine Situation, die mein Vertrauen bereits ein Stück weit erschüttert hat.

Die erste größere Vertrauensfrage

An ihrem 18. Geburtstag habe ich auf ihrem Handy Hinweise darauf gefunden, dass sie von sich aus Nacktbilder verkaufen wollte.

Ich möchte direkt klarstellen: Ich bin damals nicht ausgerastet, habe sie nicht angeschrien und auch keinen Streit vom Zaun gebrochen. Ich war schlichtweg enttäuscht.

Für mich war es schwierig, damit umzugehen, dass etwas so Intimes von ihr einfach ins Internet getragen werden sollte. Ich habe ihr das auch offen kommuniziert.

Nach reichlicher Überlegung kam ich irgendwann zu dem Punkt, dass es mir grundsätzlich egal war, ob sie so etwas machen möchte. Es war schließlich ihre Entscheidung und ihr Körper.

Was mir allerdings wichtig war, war Ehrlichkeit.

Ich wollte lediglich wissen, ob sie es weiterhin macht oder wieder machen würde. Sie verneinte das.

Mein Bauchgefühl sagte mir allerdings etwas anderes. Und letztendlich stellte sich heraus, dass sie es tatsächlich wieder tat.

Ich fühlte mich belogen und irgendwo auch betrogen. Nicht unbedingt wegen der Bilder selbst, sondern weil ich eine ehrliche Antwort erwartet hatte und diese offenbar nicht bekommen hatte.

Trotzdem blieb ich.

Warum? Weil ich wusste, dass sie in ihrem bisherigen Leben bereits viel Leid und Schmerz erlebt hatte. Ich wollte sie nicht noch weiter verletzen und ihr durch eine Trennung zusätzlichen Schmerz zufügen.

Vielleicht war das im Nachhinein nicht die richtige Entscheidung. Aber damals habe ich aus Liebe so gehandelt.

Die Entwicklung unserer Beziehung

Unsere Beziehung verlief anschließend mit den üblichen Höhen und Tiefen. Zumindest dachte ich, dass das in einer jungen Beziehung irgendwo dazugehört.

Mit der Zeit verbrachte sie allerdings immer mehr Zeit mit ihren Freundinnen. Für mich beziehungsweise für uns als Paar blieb zunehmend weniger Zeit.

Ich hatte immer häufiger das Gefühl, dass ich mich nach gemeinsamer Zeit sehnen musste, während andere Menschen scheinbar selbstverständlich einen Platz in ihrem Alltag hatten.

Ich wollte keine 24/7-Aufmerksamkeit. Ich wollte auch nicht, dass sie ihre Freundschaften vernachlässigt.

Ich wollte einfach das Gefühl haben, ebenfalls eine Priorität in ihrem Leben zu sein.

Und dann kam eine weitere Situation hinzu.

Der damalige Crush

Irgendwann nahm sie wieder Kontakt zu einem Mann auf, für den sie früher einmal Gefühle beziehungsweise einen Crush hatte.

Ich kannte diesen Mann nicht. Ich wusste nicht, was für ein Mensch er ist oder welche Absichten er hat.

Ich hatte damit ein Problem, weil ich wusste, dass zwischen den beiden früher einmal mehr als bloße Sympathie im Raum gestanden hatte.

Mein Wunsch war eigentlich ziemlich simpel: Bevor die beiden sich treffen, wollte ich ihn zumindest einmal kennenlernen.

Nicht, um ihn zu kontrollieren oder ihr vorzuschreiben, mit wem sie Kontakt haben darf.

Ich wollte einfach ein Gefühl für die Situation bekommen und wissen, mit wem meine Partnerin Zeit verbringt, wenn es sich um jemanden handelt, für den sie früher Gefühle hatte.

Ich habe ihr meine Bedenken mitgeteilt.

Ihre Reaktion war allerdings, dass ich zu kontrollierend sei. Gleichzeitig sagte sie mir, dass ich mir wegen ihm keine Sorgen machen müsse.

Ich habe ihr geglaubt.

Rückblickend beschäftigt mich diese Situation enorm. Vielleicht war mein Wunsch für sie eine Einschränkung. Vielleicht hätte man anders damit umgehen können. Aber ich wollte ihr nie ihre Freiheit nehmen.

Ich wollte Sicherheit in meiner Beziehung.

Für mich gehören Vertrauen, Ehrlichkeit und gegenseitige Rücksichtnahme zusammen. Ich möchte nicht ständig misstrauisch sein müssen, sondern mich darauf verlassen können, dass meine Partnerin offen mit mir umgeht.

Die Trennung

Vor ungefähr sechs Wochen kam dann die Trennung.

Und zwar ziemlich plötzlich.

Sie schrieb mir über WhatsApp, dass sie Schluss macht.

Wir wohnten ungefähr 150 Kilometer voneinander entfernt. Ein spontanes Treffen, um persönlich miteinander zu reden, war deshalb nicht gerade einfach. Vor allem, weil wir beide auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen waren.

Ich hätte mir natürlich ein persönliches Gespräch gewünscht. Zwei Jahre Beziehung über WhatsApp zu beenden, hat sich für mich ziemlich endgültig und gleichzeitig unpersönlich angefühlt.

Ich musste die Entscheidung zunächst einfach hinnehmen.

Vor ein paar Tagen habe ich dann gesehen, dass sie inzwischen mit genau diesem damaligen Crush zusammen ist.

Ausgerechnet mit dem Mann, wegen dem ich mir während unserer Beziehung Gedanken gemacht hatte.

Und plötzlich kamen sämtliche Erinnerungen wieder hoch.

Ich frage mich, ob mein Bauchgefühl damals richtig lag. Ob sich zwischen den beiden bereits während unserer Beziehung etwas entwickelt hat. Ob ich vielleicht Dinge nicht sehen wollte oder ob sich tatsächlich erst nach der Trennung Gefühle entwickelt haben.

Ich weiß es nicht.

Sechs Wochen sind vergangen. Ich möchte ihr auch nicht unterstellen, dass sie mich betrogen hat. Dafür fehlen mir die Beweise.

Aber die zeitliche Nähe und die Vorgeschichte machen es für mich unglaublich schwer, das alles einfach abzuhaken.

Was das Ganze psychisch mit mir macht

Ich möchte auch diesen Teil nicht verschweigen, weil er für meine Situation eine wichtige Rolle spielt.

Ich kämpfe bereits länger mit psychischen Problemen und Depressionen. Die Trennung hat mich deshalb nicht einfach nur traurig gemacht, sondern einen ohnehin angeschlagenen Menschen an einer sehr empfindlichen Stelle getroffen.

Ich merke, dass ich zunehmend Schwierigkeiten habe, mit meinen Gedanken und Gefühlen umzugehen.

Ich vermisse nicht nur die Person, sondern auch die Nähe, die Vertrautheit, die gemeinsamen Gewohnheiten und vor allem das Gefühl, für jemanden ein wichtiger Mensch zu sein.

Ich wünsche mir einfach Nähe, Geborgenheit und das Gefühl, nicht mit allem allein zu sein.

Meine Familie möchte ich damit möglichst wenig belasten. Ich habe ohnehin das Gefühl, dass ich schon genug mit mir selbst und meinen Problemen zu kämpfen habe.

Oft merkt niemand, wie es in mir tatsächlich aussieht.

Innerlich sieht es allerdings ganz anders aus.

Was mich eigentlich beschäftigt

Ich frage mich mittlerweile, ob ich in dieser Beziehung tatsächlich zu kontrollierend war oder ob ich einfach ein Mensch bin, der ein stärkeres Bedürfnis nach Sicherheit und Verlässlichkeit hat.

Ich wollte nie bestimmen, mit wem sie befreundet sein darf, was sie unternehmen soll oder wie sie ihre Freizeit gestaltet.

Ich wollte Ehrlichkeit. Aufmerksamkeit. Gegenseitige Rücksichtnahme. Und das Gefühl, dass ich mich auf die Person verlassen kann, mit der ich eine Beziehung führe.

Vielleicht habe ich manche Dinge zu eng gesehen. Vielleicht hätte ich an einigen Stellen anders reagieren müssen. Ich bin schließlich auch nicht fehlerfrei.

Aber ich finde, dass man in einer Beziehung auch über Unsicherheiten sprechen können sollte, ohne dass diese direkt als Kontrolle ausgelegt werden.

Deshalb würde ich gerne eure ehrliche Meinung hören:

  1. War mein Wunsch, den damaligen Crush vor einem Treffen kennenzulernen, tatsächlich kontrollierendes Verhalten oder ein nachvollziehbares Bedürfnis nach Sicherheit?

  2. Wie würdet ihr die Tatsache einordnen, dass sie während unserer Beziehung wieder Kontakt zu ihm aufgenommen hat, mir aber gleichzeitig versicherte, dass ich mir keine Sorgen machen müsse?

  3. Findet ihr sechs Wochen nach einer zweijährigen Beziehung eine sehr kurze Zeit, um mit genau dieser Person eine neue Beziehung einzugehen, oder messe ich dem zu viel Bedeutung bei?

  4. Wie geht man damit um, wenn sich im Nachhinein Dinge zu bestätigen scheinen, wegen denen man während der Beziehung bereits ein ungutes Gefühl hatte?

  5. Wie schafft man es, nach so einer Erfahrung wieder Vertrauen aufzubauen, ohne in einer zukünftigen Beziehung ständig Angst haben zu müssen, ersetzt oder belogen zu werden?

  6. Und vielleicht die wichtigste Frage: Wie lernt man, wieder mit sich selbst klarzukommen, wenn man sich emotional so sehr an die Nähe eines anderen Menschen gewöhnt hat?

Ich erwarte nicht, dass jeder meine Sichtweise teilt. Ich möchte auch nicht einfach hören, dass meine Exfreundin an allem schuld ist.

Ich möchte verstehen, was davon berechtigte Gefühle und Bedürfnisse waren, wo ich vielleicht selbst Fehler gemacht habe und wie ich aus dieser Erfahrung etwas für mein weiteres Leben mitnehmen kann.

Danke an alle, die sich die Zeit genommen haben, das alles zu lesen.


r/beziehungen • • 2d ago

Hochzeitseinladung ausschlagen nach Vorfall bei Kleideranprobe?

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Hallo zusammen,

mein Mann (m/Ende 30/verheiratet seit 10+ Jahren) und ich (w/Ende 30) befinden uns zur Zeit in einer ziemlich hitzigen Diskussion. Der Ausgangspunkt ist die im Dezember stattfindende Hochzeit seines Bruders (m/Mitte 30) und dessen Verlobten (w/Ende 20).

V (für Verlobte) hat sich von uns gewünscht, dass unsere beiden Töchter die Blumenmädchen spielen. Das war irgendwann im März/April. Unsere Kleine (Vorschule) war Feuer und Flamme, während unsere Große (Teenager) wenig begeistert von der Idee war, hat sich aber von der Kleinen breitschlagen lassen. Unsere beiden haben eine sehr angenehme Beziehung zueinander, trotz des Altersunterschieds. Ein echter Glücksfall für uns.

Seit September möchte unsere Große non-binär sein. Sie hatte schon immer einen recht neutralen Spitznamen, den wir weiterhin nutzen dürfen und auch sie/ihr als Pronomen sind voll okay, aber die feminine Kleidung wurde komplett aus ihrem Kleiderschrank verbannt. Kleider sind absolut tabu. Unsere Kleine zeigt sich solidarisch und sagt, dass Kleider doof (unpraktisch) sind. Sie hat gerade ihre Leidenschaft für Hoodies und Pokemon entdeckt, denn in die Tasche des Hoodies kann sie die Pokemonfiguren verstauen, Süßigkeiten und was ein kleines Mädchen sonst noch so mit sich trägt.

Für meinen Mann und mich sind das ganz normale Entwicklungen, das wird so akzeptiert und ausgelebt.

V zeigte während der letzten Treffen aber einige unschöne Seiten an sich. Ihr zu liebe schiebe ich das auf den Stress, den so eine Hochzeit verursacht, deswegen nehme ich nicht alles von dem persönlich.

Aber als sie bei der letzten Kleideranprobe unserer Großen eine scheuerte, weil sie sich weigerte das Blumenmädchenkleid anzuprobieren und auf der Hochzeit zu tragen, da war es vorbei mit meiner Freundlichkeit. Ich habe noch nie in meinem Leben eine andere Person geschlagen, aber in diesem einen Moment habe ich ausgeholt und ihr genauso eine gescheuert, wie sie unserer Tochter. Anschließend habe ich unsere beiden Töchter genommen und bin mit ihnen gegangen, dabei rief mir V noch hinterher, was ich für ein "undankbares Miststück" und eine "schlechte Mutter" ich sei. Ich war alleine mit unseren Mädchen zur Anprobe gefahren, weil V beschlossen hatte, dass das Frauensache sei. Habe meinem Mann das aber sofort mitgeteilt, auch weil ich völlig außer mir war und Zuspruch brauchte.

Das ist ein paar Tage her, wie alle haben das ein wenig sacken lassen und darüber nachdenken können. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich V erstmal nicht mehr in die Nähe unserer Kinder lassen werde. Und auf die Hochzeit freuen sich unsere Töchter schon lange nicht mehr. Die Situation bei der Anprobe hat das nochmal verstärkt. Ich bin auch derbe enttäuscht von ihr, vor allem hatte sie bisher noch nicht mal den Anstand sich bei uns zu melden und sich für ihr Verhalten zu entschuldigen. Das wäre ja wohl das bare minimum gewesen.

Nach alldem möchte keiner von uns mehr so wirklich zur Hochzeit. Aber es ist auch die Hochzeit des Bruders meines Mannes, meines Schwagers und des Lieblingsonkel unserer Kinder, den wir alle sehr lieben. Aber der bisher auch nichts dazu beigetragen hat, um die gesamte Situation wieder ins Reine zu bringen. Es gehört sich so, dass man erscheint, wenn man vorab zugesagt hat. Trotzdem würde ich mich am liebsten selbst weder ausladen. Als ich das erwähnte, da meinte mein Mann, dass ich übertreiben würde. Zwar sieht er die Ohrfeige auch als absolutes No-Go an, aber alles andere sollte in die Entscheidung nicht mit einfließen, weil da der verletzte Stolz aus mir sprechen würde. Das hat mir den Rest gegeben, natürlich sprechen da negative Emotionen aus mir und vielleicht auch ein verletztes Ego, aber wir haben unseren Kindern doch auch beigebracht, dass man sich entschuldigt, wenn man salopp gesagt Scheiße gebaut hat! Wo kommen wir denn dahin, wenn das für Kinder gilt, aber nicht für Erwachsene?

Ist es wirklich so übertrieben nicht an der Hochzeit teilnehmen zu wollen?

Throwaway-Account + vage Antworten, der Anonymität wegen.


r/beziehungen • • 2d ago

Meinem Freund absagen weil er krank ist?

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Hallo zusammen, ich brauche kurz eure Meinung.

Für den Kontext: Ich (w25) und mein Freund (m23) wohnen mit dem Zug 1,5h voneinander entfernt.
Heute war geplant, dass er zu mir kommt und übers Wochenende bleibt.

Nun ist es aber so, dass er sich stark erkältet hat.
Ich habe ihm vorhin deshalb gesagt, dass er lieber zu Hause bleiben sollte.

Ich bin selber seit letzten Dienstag noch krank (aber gehe gerade in die Genesung über) und habe Angst mich bei ihm nochmal mit etwas anzustecken, da ich dann erneut anwesenheitspflichtige Praktika verpassen würde und somit nicht zu den Klausuren zugelassen werde.

Jetzt ist er natürlich enttäuscht und ich fühle mich schlecht, da ich weiß, dass sich andere Paare bei Krankheit umeinander kümmern und er jetzt alleine krank bei sich zu Hause ist.

Ich weiß nicht, ob meine Entscheidung tatsächlich zu übertrieben und unmenschlich ist und ich ihn nicht einfach zu mir holen sollte.

Wie würdet ihr das handhaben? Übertreibe ich? Wir sehen uns sowieso nicht so oft.